Kalterherberg: Mit sanfter Steigung hinein in den Eifeldom

Kalterherberg: Mit sanfter Steigung hinein in den Eifeldom

Was in öffentlichen Gebäuden schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist, das ist nun auch in der Pfarrkirchen in Kalterherberg Realität. Der Eifeldom in Kalterherberg ist seit dem letzten Wochenende behindertengerecht zu erreichen.

Das heißt, dass auch Rollstuhlfahrer und Gottesdienstbesucher, denen das Treppensteigen zu schwer fällt, ohne fremde Hilfe das Gotteshaus erreichen können.

Die Idee zu einem behindertengerechten Gotteshaus keimte in den verantwortlichen Gremien in Kalterherberg seit dem Jahre 2004. Doch immer wieder waren andere Bauvorhaben dringlicher. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an den beiden Kirchtürmen ließen die Idee der behindertengerechten Kirche über Jahre hinweg schlummern und dabei wurde durchaus das Bedürfnis eines behindertengerechten Zugangs gesehen.

Viele ältere Kirchenbesucher und insbesondere die Bewohner des Seniorenheims Lambertz in Kalterherberg sind immer wieder vom Besuch der heiligen Messe abgehalten, weil sie aufgrund ihrer Altersgebrechen den Weg in die Kirche über die vielen Stufen nicht antreten können.

Dem ist jetzt Abhilfe geschaffen. Im Bereich des südlichen Kirchturmes ist eine Rampe errichtet worden, durch die man ohne eine einzige Stufe zu überwinden, den Eifeldom betreten kann.

Auf einer Länge von 5,60 Meter und einer moderaten Steigung von 6 Prozent fügt sich die Rampe harmonisch in das Gesamtbild des altehrwürdigen Gotteshauses. Auch der Denkmalschutz hatte keine Bedenken, die Pläne, die vom Architekten Elmar Sommer stammen, zu genehmigen. Dadurch, dass die Rampe mit Lochblechen belegt ist, kann sich auch im Winter kein gefährliches Glatteis bilden.

Zur Hilfe kam den Kalterherbergern auch ein Umdenken im Bistum Aachen. Denn auch dort werden seit einigen Jahren Projekte für die behindertengerechten Umbauten in bistumseigenen Gebäuden unterstützt.

Die Kosten des behindertengerechten Zugangs belaufen sich auf 15.000 Euro. Mit 9000 Euro bezuschusst das Bistum Aachen die Baumaßnahme; 6000 Euro steuerte die Pfarre Kalterherberg aus eigenen Mittel bei.