Rurberg: Mit der Lokomotive aus Rurberg zum Arztbesuch nach Kesternich

Rurberg: Mit der Lokomotive aus Rurberg zum Arztbesuch nach Kesternich

Der krönende Abschluss des Straßenkarnevals in der Nordeifel ist traditionell den Karnevalisten vom Rursee vorbehalten. Auch in diesem Jahr setzte die KG Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach mit einem bunten und lebendigen Veilchendienstag wieder ein Ausrufezeichen unter eine friedliche und fröhliche Session.

14 teilnehmende Gruppen, Wagen und Musikvereine bereiteten den zahlreich erschienenen Besuchern einen entspannten und heiteren Nachmittag mit Sonnenschein obendrauf.

Fahnenschwenkend in völlig friedlicher Absicht: das Woffelsbacher Piratenpack zu Gast in Rurberg. Foto: P. Stollenwerk

Das Piratenpack aus Woffelsbach zeigte sich keineswegs übergriffig, sondern überaus zuvorkommend und verteilte wie die anderen Gruppen auch, gerne und freigiebig Kamelle und mehr.

Im Bollerwagen oder zu Fuß auf Achse war im Rurberger Zug die Eltern-Kind-IG. Foto: P. Stollenwerk

Die IG Rurberg-Süd gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen im Karneval. Diesmal war die fast 20-köpfige Gruppe als karnevalistischer Zirkus unterwegs und bezeichnete sich als „very jeck“.

Eine noch stärkere Beteiligung brachte die IG Waltraud Dederichs auf die Straße. Fast 30 Teilnehmer dieser Gruppe sorgten für das farbliche Highlight im Zug. Als „Emojis“ wetteiferten sie mit dem Sonnenschein und zeigten sich ganz mottogetreu von ihrer freundlichen Seite. Und auch noch eine dritte IG aus Rurberg begeisterte die Zuschauer. Die Eltern-Kind-IG war ebenfalls mit über 30 großen und kleinen Teilnehmern auf Achse und mischte sich, wie die anderen Fußgruppen auch, immer wieder unters närrische Volk am Wegesrand.

Dafür, dass die Zuschauer, die im Bereich der Kirche ihren Standort bezogen hatten, immer auf Ballhöhe waren, sorgten Adi Braun und Christoph Nellessen. Auch dieses Duo bildet längst ein bewährtes Team beim Rurberger Veilchendienstagszug, und dank ihrer launigen Moderation tragen sie stets zur Steigerung des Stimmungspegels bei.

Auch ein wenig Kommunalpolitik sollte in keinem dörflichen Karnevalszug fehlen: Diesen Part hatte in Rurberg die Feuerwehr übernommen, die einige Defizite im brandneuen Busfahrplan des AVV entdeckt hatte und diese in Reimform aufs Korn nahm: „Mit dem Zug zum Arzt nach Kesternich, denn ein Bus, der fährt ja nicht“, lautete das Motto auf der spektakulär gebauten schwarzen Lokomotive. Als Tanzmariechen, Prinzengarde und das weibliche Dreigestirn mit ihren prachtvollen Wagen die Zuschauerreihen passiert hatten, schlossen sich viele Gäste dem Zug noch an, um gemeinsam im Antoniushof die närrische Jahreszeit 2018 ausklingen zu lassen.

(P. St.)
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