Monschau: Mit besonderen Gottesdiensten neu auf die Menschen zugehen

Monschau : Mit besonderen Gottesdiensten neu auf die Menschen zugehen

„Au! Kirche! ... da geht noch was“ — so lautet das forsche Motto einer neuen Aktion der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Monschau. „Wir möchten den Menschen einen einladenden Kirchenraum bieten und vor allem auch all jene ansprechen, die sich nicht oder nicht mehr in der traditionellen Form der Gottesdienste wiederfinden“, erläutert Pastoralreferent Georg Nilles den Hintergrund der Aktion.

Gerade mal zehn Prozent der Katholiken sind, auch im Monschauer Raum, regelmäßige Gottesdienstbesucher, wie das Bistum festgestellt hat. „Ich sehe es auch als unseren Auftrag an, daran etwas zu ändern und aktiv zu werden statt beleidigt festzustellen: selber schuld, wer nicht in die Kirche geht!“, sieht der Pastoralreferent das Heft des Handelns bei der Kirche.

Nach Meinung von Georg Nilles muss und kann das auch mit dem vorhandenen Personal — Haupt- wie Ehrenamtlern — gelingen. „Wir sind jetzt im vierten Jahr der Vakanz, also ohne einen Pfarrer für Monschau. Und seit kurzem haben wir nicht mal einen Administrator. Aber wir sind gut aufgestellt, haben engagierte Kräfte, die etwas bewegen möchten“, sieht Georg Nilles bei der GdG Monschau auch ohne leitenden Pfarrer „viel Entwicklungspotenzial“.

So bereitet eine „derzeit noch fünfköpfige, aber hoffentlich bald wachsende“ (Nilles) Gruppe derzeit eine Reihe von besonderen Gottesdiensten unter dem eingangs genannten Slogan vor. Fünf Gottesdienstangebote sind geplant und sollen alle drei Monate jeweils samstags um 19 Uhr in der titelgebenden Aukirche in Monschau stattfinden.

Den Auftakt zu der Reihe bildet ein Gottesdienst am Samstag, 9. Dezember, mit dem Titel „Markt Weihnachten“; auch dieser beginnt um 19 Uhr in der Aukirche. Das Planungsteam hat den Termin ganz bewusst in den vermutlich größten Weihnachtsmarkttrubel in der Altstadt gelegt. „Passend zum Titel werden wir auch ein Stück Weihnachtsmarkt in die Aukirche holen, wollen aber auch einen Kontrapunkt zum Trubel da draußen setzen“, erklärt der Pastoralreferent.

Feiern wird die Eucharistiefeier Pastor Hardy Hawinkels, Jugendseelsorger der Region Eifel. „Dies bedeutet nicht, dass wir mit der Gottesdienstreihe in erster Linie Jugendliche ansprechen möchten“, betont Georg Nilles. Eingeladen seien Gläubige jeden Alters, „gerne auch der Generation in der Mitte des Lebens, also mit einer ‚4‘ oder ‚5‘ im Alter vorneweg“, so der Pastoralreferent. Schließlich sei dies die Generation, „die mit Jugendgottesdiensten groß geworden ist, die sich heute für Jugendgottesdienste zu alt, aber für Seniorengottesdienste zu jung fühlt, und vielleicht noch mal Lust auf einen tollen Gottesdienst hat“, wie Georg Nilles hofft.

Aus dieser Altersgruppe erhofft sich der Pastoralreferent auch noch ein wenig Verstärkung für das Vorbereitungsteam der Gottesdienste: „Wer gerne mittun und sich einbringen möchte, kann sich jederzeit an mich wenden. Das bindet nicht an die gesamte Reihe, sondern kann vielleicht auch für nur einen der Gottesdienste sein, die ansprechend und anregend, mitreißend und bewegend, still und wachrüttelnd sein sollen“, wirbt Nilles.

Eine atmosphärische Raumgestaltung, eine vierköpfige Band und eine Besinnung auf Advent und Weihnachten sind die Bestandteile des Gottesdienstes am 9. Dezember. „Wir wollen eine Oase mitten im Gewimmel des Weihnachtsmarktes sein“, sagt Georg Nilles und hofft, „dass sich vielleicht auch der ein oder andere Tourist und Weihnachtsmarktbesucher in die Kirche verläuft“.

Die Gottesdienstreihe ausschließlich in der Aukirche anzubieten, hat auch noch einen anderen Grund, wie Georg Nilles erläutert. „Wir möchten uns auf die Aukirche als Mittelpunkt der GdG festlegen, weil genau hier eben nicht der bevorzugte Wohnort junger Familien ist, weil hier seit Jahren kaum noch eine Erstkommunionfeier stattfindet und weil sich die Familien-, Kinder- und Jugendpastoral sonst eher auf die anderen Pfarreien konzentriert“, so der Pastoralreferent.

Kontaktmöglichkeit

Wer Interesse hat, einmal oder dauerhaft im kleinen, aber feinen Vorbereitungsteam mitzumachen, der kann gerne Kontakt aufnehmen mit Georg Nilles, Schulstraße 8 in Imgenbroich (Pfarrheim), Telefon 02472/803160, E-Mail: georg.nilles@bistum-aachen.de.

(hes)