MHD übernimmt Rettungswache in Simmerath

Jetzt in den Händen des Malteser Hilfsdienstes : Rettungswache übernommen und eingesegnet

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ließen die Malteser am Mittwoch in der Rettungswache in der Kranzbruchstraße in Simmerath die Sektkorken knallen. Grund: Der Malteser Hilfsdienst hatte zum 1. Oktober den Rettungsdienst in der Städteregion Aachen vom Deutschen Roten Kreuz in Teilen, darunter die Nordeifel, übernommen.

Nun hatte man zur Einsegnung der Rettungswache und der dortigen Einsatzfahrzeuge geladen.

Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger konnte zu diesem Anlass eine Reihe von Gästen begrüßen. Neben Pfarrer Michael Stoffels, der die Einsegung übernahm, waren die MHD-Führung im Kreis Aachen, die Verwaltung und Amtsleitung der Städteregion, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und als Vertreter von Roetgen und Monschau Helmut Mulorz und Franz-Karl Boden sowie natürlich die Mitarbeiterschaft der Nordeifeler Malteser anwesend.

Pfarrer Stoffels wünschte den vor Ort tätigen Mitarbeitern Schutz und Gottes Segen und bat um göttlichen Beistand für die Sanitäter und Ärzte. Bürgermeister Hermanns, der auch im Namen der Kommunen Roetgen und Monschau redete, sprach ein Wort des Dankes an das DRK aus, das bisher für den Rettungsdienst zuständig war. Hermanns dankte darüber hinaus allen Einsatzkräften, die in Zukunft für die Menschen in der Region zur Verfügung stehen. „Das ist ein guter Tag für Simmerath und für die Eifelregion.“ Gratulation und Dankesworte kamen auch von Franz-Josef Kogel (Städteregion) und Marlis Kremer, Leiterin des Amtes für Rettungswesen der Städteregion, die von einem geräuchslosen Übergang zwischen DRK und MHD sprach.

Für die MHD-Crew ging es nach dem kleinen Festakt in Simmerath weiter, da in Marmagen gleichfalls noch die Einsegung der Rettungswache anstand.

Bei der Übernahme des Rettungsdienstes in der Städteregion Aachen zum 1. Oktober hat der MHD auch Einsatzkräfte übernommen, die zuvor bei anderen Hilfsorganisation, vornehmlich beim Deutschen Roten Kreuz, gearbeitet haben. Rund 50 Retter fanden bei den Maltesern eine neue berufliche Heimat. Sie gehören nun zu den rund 70 Rettungsassistenten, Notfallsanitätern und Rettungssanitätern, die ab dem 1. Oktober auf den fünf Rettungswachen in der Städteregion rund um die Uhr auf bis zu 19 Spezialfahrzeugen eingesetzt werden, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.

Neben den Lehrrettungswachen Simmerath und Baesweiler übernahmen die Malteser in der Eifel die Außenwachen Höfen und Roetgen vom DRK. Das Auftragsvolumen im Regelrettungsdienst umfasst im Wesentlichen vier Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im 24-Stunden-Dienst. Dazu kommen fünf Krankentransportwagen (KTW) im Tagesdienst. Darüber hinaus sind an den beiden Kernstandorten noch jeweils ein RTW im Spitzenbedarf und drei RTW im Sonderbedarf mit Malteser Fahrzeugen zu stellen – also insgesamt noch einmal acht zusätzliche RTW.

(ho)
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