Roetgen: Mehr Platz für kreative Projekte in der Kita

Roetgen: Mehr Platz für kreative Projekte in der Kita

Ausgelassen toben morgens einige Kinder in der Turnhalle, während andere an einem spannenden Projekt teilnehmen und wahre Kunstwerke aus Pappe oder anderen Materialien erstellen.

Nachmittags werden den Jungen und Mädchen Märchen vorgelesen, falls sie sich nicht schon für ein kleines Mittagsschläfchen oder eine Runde Spielen im Außengelände entschieden haben.

Nach einem ereignisreichen Tag voller Spaß und neuer Entdeckungen freuen sich die Kinder schon darauf, ihren Eltern alles Erlebte zu erzählen. So verläuft ein ganz normaler Tag im Kindergarten „Lummerland” in Roetgen.

Doch dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten, da sich die nächsten Vor- und Nachmittage aufgrund der zahlreichen verschiedenen Angebote und Projekte schon ganz anders gestalten können.

Die Möglichkeiten werden durch den Umzug der Einrichtung in die Hauptstraße noch erweitert werden. Dort entsteht zurzeit ein neues Gebäude, das nach seiner Fertigstellung, voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres, Platz für vier Gruppen der bietet.

Diese bevorstehende Zeit des Umbruchs war jetzt für die Kindergartenleitung eine ideale Gelegenheit, im Rahmen eines Informationsabends für Eltern das neue Angebot vorzustellen.

So wird die momentane Gruppenstärke von zwei Gruppen zu je 15 Kindern um zwei neue Gruppen erweitert werden. Dadurch ist die integrative Einrichtung in der Lage, auch 24 Kinder unter drei Jahren aufzunehmen. Nach dem Umzug wird die Kindertagesstätte drei Modellgruppen mit jeweils 15 Kindern, darunter auch U3-Kinder und Kinder mit Behinderung sowie eine reine U3-Gruppe mit zehn Kindern beherbergen.

Falls ein Kind, das jünger als drei Jahre ist und somit über keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz verfügt, eine Absage erhält, besteht die Möglichkeit, das Kind bei einer Tagesmutter bzw. einem -vater unterzubringen.

„Die Möglichkeit der familiären Kindertagespflege ist auch eine sinnvolle Übergangslösung für Familien, deren Kinder einen Platz erhalten haben, den sie allerdings nicht nach den Sommerferien, sondern erst nach dem Umzug einnehmen können”, erläutert Regina Großmann, die Leiterin der AWO-Kindertagesstätte „Lummerland”.

Desweiteren soll die neue Einrichtung über einen Werkraum, eine Mehrzweckhalle und natürlich auch über ein großes Außengelände verfügen. „Es wäre ja auch ein Trauerspiel, wenn ein Kindergarten auf dem Dorf keinen Garten hätte,” fügt Regina Großmann lachend hinzu.

Die Grundsätze ihrer pädagogischen Arbeit werden die Erzieherinnen selbstverständlich sowohl vor als auch nach dem Umzug beibehalten, sodass jedes Kind weiterhin die Chance erhält, sich individuell zu entwickeln. Zudem ist es den Mitarbeiterinnen wichtig, dass die Kinder Selbstbestimmung und Selbstverantwortung erlernen.

„Die Kinder sollen sich zu Erwachsenen entwickeln, die einen Platz im Leben haben, Ziele verfolgen und mit Erfolgen und Misserfolgen angemessen umgehen können.”, lautet die Vorstellung von Regina Großmann. Außerdem möchte man, dass schon in jungen Jahren Verantwortung für die Gemeinschaft übernommen wird.

Erlernt werden im Kindergarten durch gemeinsames Kochen erste hauswirtschaftliche Tätigkeiten, während durch das Falten von Handtüchern als Form mathematischer Frühförderung erste Grundlagen der Bruchrechnung geschaffen werden.

Das ganze Spektrum zeigen die Kinder am Samstag, 20. November, von 14 bis 17 Uhr unter dem Motto „Bei uns bewegt sich was!” in der Kindertagesstätte. Zu diesem Fest als auch zum Martinszug, der am 11. November stattfindet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.