Kalterherberg: Mauer des Eifeldoms hält Baumwurzeln nicht stand

Kalterherberg: Mauer des Eifeldoms hält Baumwurzeln nicht stand

Der Eifeldom mit seinen Doppelspitzen ist Zentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus und gleichzeitig Wahrzeichen für den Ort. Die Kirchengemeinde hat in den letzten Jahren viel Geld in die Hand nehmen müssen, um den Innenraum der Kirche zu restaurieren und teilweise neu zu gestalten.

Ein Ende aller Bautätigkeit ist aber noch nicht in Sicht. Auch die Außenanlagen rund um die Kirche müssen in absehbarer Zeit überarbeitet werden.

Sorge bereitet dem Kirchenvorstand die Kirchenmauer. Die Abdecksteine auf der Mauer bröckeln und werden undicht. Aus dem Mauerwerk fallen Steine heraus. Die eindringende Feuchtigkeit setzt der Mauer immer stärker zu. Neben Nässe und Feuchtigkeit, drück auch das Wurzelwerk der Bäume auf dem Kirchenvorplatz von innen gegen die Kirchenmauer.

Wenn nicht bald etwas geschieht, wird die Kirchenmauer an mehreren Stellen einbrechen, weil sie dem Druck der Wurzeln nicht mehr Stand halten kann. Mit dem Bischöflichen Generalvikariat, der Denkmalschutzbehörde und einem Architektenbüro hat sich der Kirchenvorstand beraten. Die Fachleute raten dazu, am Denkmal Kirchenmauer neue Abdeckplatten anzubringen und die Mauer von innen mit einer Betonwand vor dem Druck des Wurzelwerks der Bäume zu schützen.

Auch Bäume müssen weichen

Auch der Baumbestand kann nicht unangetastet bleiben. Alle Bäume, die in unmittelbarer Nähe der Kirchenmauern stehen, werden gefällt und die Wurzelstöcke entfernt.

Damit das gewohnte Bild des Kirchenvorplatzes erhalten bleibt, werden acht neue Bäume in ausreichender Entfernung zu den Mauern später nachgepflanzt. Nach den Plänen des Kirchenvorstandes wird gleich nach den Rodungsarbeiten Spitzahorn nachgepflanzt, um so bald den Verlust der alten Bäume auszugleichen.

Noch im Juni geht es los

Dazu erklärte Ingrid Alt als Sprecherin des Kirchenvorstandes „die notwendigen Fällarbeiten werden noch in diesem Monat von ehrenamtlichen Helfern vorgenommen. Im Juli sollen von Fachkräften die Wurzelstöcke beseitigt und gleich danach die schützenden Betonwände vor das Mauerwerk gesetzt werden. Wenn die Bauarbeiter fertig sind, folgt sofort das Nachpflanzen des Spitzahorns“.

Kirchenbesucher werden sich also schon ab diesem Monat für längere Zeit auf viel Bewegung um die Kirche herum einstellen müssen.

(fm)