Dedenborn: Marco Gillessen neuer Beisitzer der CDU Dedenborn

Dedenborn : Marco Gillessen neuer Beisitzer der CDU Dedenborn

Im Haus Dedenborn traf sich jetzt der CDU-Ortsverband zur Mitgliederversammlung. Zehn Mitglieder waren vor Ort, außerdem Hendrik Schmitz (Kreisvorsitzender CDU Aachen-Land), Bernd Goffart (Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Simmerath) und Christoph Poschen (CDU-Fraktionsvorsitzender).

Für den verstorbenen Hans-Josef Hilsenbeck, an den Helmut Kaulard, Vorsitzender des Ortsverbandes, noch einmal erinnerte, wurde ein neuer Beisitzer der CDU in Dedenborn gesucht. Im Geschäftsbericht blickte Kaulard auf das vergangene Jahr mit Landtags- und Bundestagswahl zurück. „Das relativ hohe Abschneiden der AfD in Hammer bereitet mir Sorge“, so Kaulard. Die AfD hatte dort über 20 Prozent erreicht.

Wichtig sei es, dass jüngere Mitglieder gefunden werden. „Der Trend, dass wir weniger Mitglieder haben, setzte sich leider fort.“ Vor Ort war der Umbau des Gemeindezentrums wichtig gewesen. Kaulard bedankte sich bei den Helfern der CDU und der Vereine, die zu den Umbaumaßnahmen beigetragen haben. Er hob auch die beiden Bürgerinitiativen hervor. „Das Ziel, den Glasfaserausbau nach Dedenborn zu bringen, wurde leider nicht erreicht“, berichtete Kaulard. Wenigstens in Hammer werde es den Ausbau jedoch geben.

Die zweite Bürgerinitiative, die „gegen Raser und Radau“ am Rursee vorgeht, werde weiter wichtig sein. Ein Ziel habe man erreicht: Auf dem großen Parkplatz, auf dem sich bislang viele Motorradfahrer getroffen hatten, seien die Aufenthalte deutlich weniger geworden.

Der Vorsitzende sprach bezüglich einiger Maßnahmen den Kreisvorsitzenden Hendrik Schmitz an: „In Dedenborn und Hammer müssen einige Mauern dringend saniert werden.“ Auch der Ruruferradweg müsse saniert werden, da dort tiefe Schlaglöcher entstanden seien.

Kaulard hob die Eigenleistung der Dorfbewohner hervor, die im Sommer die beiden Dörfer mit Blumenschmuck verschönerten. In Hammer war eine Sitzgruppe an der großen Kastanie gebaut worden. Auch den Dorfwettbewerb sprach er an: „Es ist schwierig, mit den größeren Dörfern mitzuhalten.“ Trotzdem sah er das Ergebnis positiv: „In Hammer hat sich nach dem Dorfwettbewerb ein Gesprächskreis gebildet, der eine große Resonanz hat.“

Sicherheit der Bürger

Nach der Entlastung des Vorstandes wurde in einer Ergänzungswahl Marco Gillessen als Beisitzer und Nachfolger von Hans-Josef Hilsenbeck einstimmig gewählt. Gillessen, der mit seiner Familie in Hammer lebt, versprach, „das Amt sinnvoll für Dedenborn und für Hammer zu nutzen“.

Hendrik Schmitz stellte sich den Mitgliedern in Dedenborn vor und zeigte sich zufrieden mit der Arbeit der Partei in NRW. Wichtig sei ihm die Sicherheit der Bürger. „Es wird mehr Polizei benötigt“, so Schmitz. Es entbrannte eine kurze Diskussion über die Förderschule Nordeifel. Abschließend lobte der Kreisvorsitzende den ausführlichen und bebilderten Geschäftsbericht des Ortsverbandes, der von Helmut Kaulard gestaltet wird.

Bernd Goffart bedankte sich bei den Mitgliedern des Ortsverbandes für die gute Zusammenarbeit: „Es ist unsere Stärke, dass wir die Leute und die Gegebenheiten vor Ort gut kennen.“ Auch Goffart richtete eine Bitte an Hendrik Schmitz: „Der Erhalt der Förderschule ist elementar wichtig. Die betroffenen Kinder sollten nicht bis Aachen oder sogar noch weiter fahren müssen.“

Der Fraktionsvorsitzende, Christoph Poschen erläuterte zur Haushaltsdebatte: „Es gibt eine strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen.“ Dies seien jedoch keine hausgemachten Schulden, und daher sei der Haushalt einstimmig verabschiedet worden. Poschen sprach außerdem das Baugebiet in Lammersdorf an: „Dies ist wichtig für die Entwicklung von Lammersdorf.“ In der Gemeinde Simmerath sei es zudem von Bedeutung, die öffentlichen Verkehrsmittel auszubauen. Ob dies mit weiteren Bussen oder mit dem Einsatz von „Netlinern“ erreicht werde, sei noch unklar. Der Fraktionsvorsitzende meinte zudem, dass „wir das Marketing der Gemeinde voranbringen müssen“. „Wir wollen uns besser verkaufen“, so Poschen. Dann würden auch wieder mehr Familien in die Dörfer der Gemeinde ziehen, war sich Poschen sicher.

(CJK)