Malteser Hilfsdienst übernimmt vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) den Rettungsdienst in der Städteregion Aachen

Malteser statt DRK im Einsatz : Malteser Hilfsdienst begrüßt neue Retter

Der Malteser Hilfsdienst hat zum 1. Oktober den Rettungsdienst in der Städteregion Aachen vom Deutschen Roten Kreuz übernommen.Bereits am Freitagnachmittag wimmelte es im Lammersdorfer Pfarrheim von Maltesern, denn der Hilfsdienst hatte zu einer zweitägigen Auftaktveranstaltung für Retter in die Eifel geladen, um sie über den neuen Aufgabenbereich zu informieren.

Einige der Einsatzkräfte haben zuvor bei anderen Hilfsorganisation, vornehmlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) gearbeitet. Sie gehören nun zu den rund 70 Rettungsassistenten, Notfallsanitätern und Rettungssanitätern, die ab dem 1. Oktober auf den fünf Rettungswachen in der Städteregion rund um die Uhr auf bis zu 19 Spezialfahrzeugen eingesetzt werden, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.

Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger und Ralf Bischoni (Leiter des Malteser Bildungszentrums Euregio) hießen die „Neuzugänge“ willkommen

Heidinger freute sich, dass zu der zweitägigen Auftaktveranstaltung rund 60 Teilnehmer erschienen waren: „Dass so viele von Ihnen unserem Angebot gefolgt sind, künftig als Malteser mit uns zusammen zu arbeiten, erfüllt mich auch mit Stolz. Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber, der viel zu bieten hat.“ Rund 50 Retter hätten bei den Maltesern eine neue berufliche Heimat gefunden. Ein paar Stellen mehr könnten die Malteser noch besetzen. Heidinger: „Wenn Sie also noch kompetente Ex-Kollegen kennen, die wieder mit Ihnen zusammen im Rettungswagen fahren wollen, schicken Sie sie mir. Wir werden Sie als Arbeitgeber nicht enttäuschen."

Neben den Lehrrettungswachen Simmerath und Baesweiler übernehmen die Malteser die Außenwachen Höfen und Roetgen in der Eifel vom DRK, dazu den zwischen den Krankenhäusern Eschweiler und Stolberg wechselnden Notarztstandort. Das Auftragsvolumen im Regelrettungsdienst umfasst im Wesentlichen vier Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im 24-Stunden-Dienst. Dazu kommen fünf Krankentransportwagen (KTW) im Tagesdienst. Darüber hinaus sind an den beiden Kernstandorten noch jeweils ein RTW im Spitzenbedarf und drei RTW im Sonderbedarf mit Malteser Fahrzeugen zu stellen – also insgesamt noch einmal acht zusätzliche RTW.

Auch aus der Kölner Zentrale war ein prominenter Malteser an diesem Tag in die Eifel gereist. Cornelius Freiherr von Fürstenberg, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands des Malteser Hilfsdienstes, nahm an der Veranstaltung teil. Neben ihm standen dann in wechselnden Gesprächsrunden, die Wolfgang Heidinger als „Kamingespräche“ bezeichnete, Jan Czichy (Bereichsleiter Notfallvorsorge NRW), Axel Rottländer (Kreisgeschäftsführer), Ralf Bischoni, Georg Fell (Notfallvorsorge der DGS Aachen), Timo Goßen (Wachleiter Baesweiler) und Andreas Glöckner (Wachleiter Simmerath) den Teilnehmern für Fragen aller Art zur Verfügung.

Die Malteser (MHD) übernehmen zum 1. Oktober in der Städteregion fünf Rettungswachen. Bei einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in Lammersdorf standen Führungskräfte des MHD den Rettern in Gesprächsrunden für alle Fragen zum neuen Aufgabenbereich zur Verfügung. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Am Samstag klang die Auftaktveranstaltung aus, wobei schon da Wissenswertes zum Dienstbeginn nebst den entsprechenden Abläufen am 1. Oktober mitgeteilt wurde. Ralf Bischoni bedankte sich bei allen Teilnehmern, die sich bei dem zweitägigen „Informationsfeuerwerk" der Malteser über die neuen Aufgaben in Kenntnis setzen ließen. „Ich wünsche uns allen einen guten Start", sagte er.

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