Roetgen: Lunte glimmt im Hackjansbend

Roetgen: Lunte glimmt im Hackjansbend

Die Lunte glimmt im Neubaugebiet Hackjansbend. Einige Anwohner sind stinksauer, denn es zeichnet sich ab, dass sie künftig auf eine Grünzone verzichten müssen.

Die Straße Schnickersbend konnte bisher auf einer Länge von 33 Metern nicht ausgebaut werden, weil der Eigentümer die dafür erforderlichen Flächen nicht abgeben wollte. Er hat mittlerweile seine Meinung geändert.

Die Verwaltung sah damit auch die Möglichkeit, die städtebauliche Entwicklung in diesem Bereich zu komplettieren und auf der beplanten Parzelle, die bisher vier Bauplätze hergibt, zwei weitere anzubieten.

Das wiederum hat für die Anwohner nicht viel Schönes. Einige von ihnen haben, so Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde, bereits ihrem Unmut Luft gemacht und erklärt, sie hätten sich seinerzeit für Hackjansbend entschieden in der Annahme, dass die jetzt in Rede stehende grüne Wiese einmal ein Park oder eine wie auch immer gestaltete Grünzone werde. Jetzt fühlten sie sich getäuscht.

Meyer hat Verständnis für diese Enttäuschung, weist allerdings darauf hin, dass sich Baugebiete im Laufe der Jahre entwickeln und man dieser Entwicklung Rechnung tragen müsse.

Während die Grünen im Bauausschuss den Verlust einer Grünfläche beklagten, erhielt die Verwaltung Schützenhilfe von CDU und SPD. Wenn man seinerzeit über das Grundstück hätte verfügen können, dann hätte man genau das getan, was man jetzt vorhabe, kam es aus den Reihen der Union. SPD-Fraktionschef Klaus Jörg Onasch stellte klar, ein Bebauungsplan sei nicht in Stein gemeißelt, und man könne sich nicht darauf verlassen, dass alle Festlegungen für immer Bestand hätten.

Mit knapper Mehrheit hat der Bauausschuss dem Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplanes empfohlen.

Die FDP, die sich auf die Seite der Anlieger geschlagen hat, hatte zu Beginn der Sitzung versucht, das Thema an den Anfang der Tagesordnung zu setzen und eine Fragestunde der Bürger dazu zu erwirken. Dem konnte Ausschussvorsitzender Karsten Knoth (SPD) allerdings nicht zustimmen. Für Zündstoff im Rat am 3. Juli ist damit gesorgt. Dort gibt es zu Beginn eine Bürgerfragestunde.

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