Lösungsansätze zum Thema „Güllepellets – Energieträger der Zukunft?!“

Jugend forscht : Kesternicher Schüler erhalten Sonderpreis im Landeswettbewerb

Nach dem Sieg im Regionalwettbewerb Mitte Februar stand für die Schüler Julian Jakobs (13; Kesternich), Patrick Pütz (15, Kall) und Erik Hofmann (15, Kesternich) vom Gymnasium in Schleiden der Landeswettbewerb von Jugend forscht in Leverkusen an.

Die drei Schüler sowie ihr Projektbetreuer und AG-Lehrer Niclas Jansen aus Eicherscheid waren auf das Gelände der Firma Bayer AG in Leverkusen eingeladen, um ihr Forschungsprojekt erneut zu präsentieren. Nachdem sie im letzten Jahr auf das Problem von zu viel Gülle im Nährstoffkreislauf hingewiesen hatten und nach ersten Lösungen forschten, präsentierten sie nun ihre Lösungsansätze mit dem Thema „Güllepellets – der Energieträger der Zukunft?!“.

Während ihrer Forschertätigkeit analysierten die drei im Rahmen eines Labortages am Institut für Technologie der Energie-rohstoffe an der RWTH Aachen ihre Güllepellets in Bezug auf Heizwert, Ascheschmelzverhalten, Chlorgehalt und flüchtige Gase. Im Anschluss verglichen sie ihre Werte mit herkömmlichen Pellets aus Holz oder Stroh und hielten ihre Ergebnisse in einer 14-seitigen Facharbeit fest.

Zuletzt ergänzten die drei noch den Aspekt der Phosphat-Wiedergewinnung und eine Elementaranalyse in Zusammenarbeit mit der Uni Mainz. Der Landeswettbewerb im Baykomm Communication Center der Bayer AG umfasste gut 50 Projekte mit über 70 Teilnehmern aus ganz NRW. Dafür überarbeiteten die Schüler ihren Stand vom Regionalwettbewerb und nahmen die Möglichkeit eines Coachings bezüglich Präsentations- und Rhetorik-Techniken im Vorhinein war.

Sie errangen gegenüber der deutlich älteren Konkurrenz sowohl den 2. Preis Sonderpreis „Umwelt“ als auch den Sonderpreis „Erneuerbare Energien“ und bekamen in einer abschließenden Feierstunde unter Schirmherrschaft von Schulministerin Yvonne Gebauer feierlich ihre Urkunden überreicht. Nach drei spannenden und sehr lehrreichen Tagen philosophierten die drei Jungerforscher schon beim abschließenden Umtrunk über neue Ideen und Forschungsansätze für das kommende Jahr.