Simmerath: „Liebe Kollegen” gehen in Rente

Simmerath: „Liebe Kollegen” gehen in Rente

Gleich zu Beginn eines jeden Jahres verabschiedet die Gemeinde Simmerath alle ihre Bediensteten, die im Vorjahr aus dem Berufsleben schieden, und ehrt angestellte oder beamtete Frauen und Männer, die im gleichen Zeitraum Arbeitsjubiläum feiern konnten.

In der zur einladenden Cafeteria umgestalteten Rathauskantine sah sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zum ersten Mal in seiner jungen Amtszeit als Gastgeber der Pensionäre und Jubilare und wandte sich zu deren Begrüßung mit nachdenklichen Worten an seine „lieben Kollegen”: „Der Etat der Gemeinde Simmerath weist ein Defizit von 5,1 Millionen Euro auf. Das ist eine schier undenkbare Summe, noch vor wenigen Jahren in den schlimmsten Träumen nicht auszumalen. Aber zahlreiche Kommunen in NRW sind sogar noch schlechter dran als Simmerath. Bund und Land übertragen mehr und mehr Aufgaben und damit finanzielle Lasten auf Städte und Gemeinden, die mit ihren verfügbaren finanziell knappen Mitteln das gestellte Pensum einfach nicht bewältigen können.”

Dann wandte sich Hermanns erfreulicheren Themen zu und schilderte komprimiert die Werdegänge und Fachgebiete der Ausgeschiedenen wie lange im öffentlichen Dienst Beschäftigten. An der familiären Feierstunde nahm auch Personalamtsleiter Manfred Nellessen teil. Bettina Najib überbrachte den Ausgezeichneten die Glückwünsche und Präsente des Personalrates. Dessen Vorsitzender, Manfred Prinz, ist jetzt auch ein frisch gekürter Jubilar.

Der Bürgermeister würdigte außerdem Wolfgang Förster, Ursula Rosen, Berti Lauscher, Manfred Prinz, Ingrid Wilden, Regina-Barbara Bongard, Wolfgang Wilden, Karl Nießen, Hubert Breuer und Ritta Schweder.

Mit Gesprächen, guten Wünschen für die Zukunft der Geehrten und Verabschiedeten und deren weiteres Wohlergehen schloss die Zusammenkunft.

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