Lichtshow am Hotel „De lange Man“ in Rohren

Im Bergdorf blitzen die Lichtlein : Weihnachtliches Lichtspektakel am Hotel „De lange Man“ in Rohren

„Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein blitzen“: Was der deutsche Dichter Theodor Storm in romantischer, vorweihnachtlicher Ergriffenheit beschreibt, kann man derzeit auch in Rohren bestaunen, denn auch im Bergdorf weihnachtet es sehr.

Den optischen Beweis dafür liefert seit dem vergangenen Freitag das im Ortszentrum gelegene „Vakantie Hotel De lange Man“. Inhaber Robert Hovenaars hat die Fassade seines Hotels in ein phantasievolles Lichtermeer verwandelt. Damit bietet er einen bunten und außergewöhnlichen Blickfang, der Gäste und Dorfbewohner verzückt. Aber die Lichtermasse blinkt und zuckt nicht einfach vor sich hin, sondern es steckt System dahinter.

Zweimal täglich in den Abendstunden setzt Hovenaars seine „tanzenden Lichter“ in Betrieb. Dann erklingt weihnachtliche Musik, mal besinnlich, mal poppig, und die insgesamt 45.000 kleinen Lichter blinken, flackern und tanzen im Takt der Musik. Jeweils 16 Minuten dauert das optisch-akustische Spektakel, das im Beifall der Besucher endet. Manchmal gibt es als Crescendo auch noch einen Feuereffekt.

„Diese Idee hatte ich schon seit Jahren“, erzählt Robert Hoovenaars, dessen Hotel „De lange Man“ in Rohren seit Jahrzehnten ein beliebte Adresse für niederländische Gäste bietet. Angeregt zu der Aktion wurde der Gastronom von der amerikanischen Art und Weise, die Vorweihnachtszeit zu zelebrieren, denn hier gehören die „tanzenden Lichter“ zum Alltag. Ehe aber tausende Lichter im Rhythmus tanzen, bedurfte es beträchtlicher Vorarbeit.

Drei Wochen lang dauerte der Aufbau der Anlage mit einer ausgetüftelten Reihenschaltung und 136 computergesteuerten Kanälen, die die 45.000 LED-Lichter in Bewegung setzen. 1400 Stunden dauerte allein die Programmierung. Der erhöhte Stromverbrauch bereitet Hoovenaars kein Kopfzerbrechen, fällt der Energiebedarf der aufwändigen LED-Dekoration doch kaum ins Gewicht.

Bei Einbruch der Dunkelheit geht es dann los: An drei hohen Säulen klettern Lichter empor, bunte Sterne funkeln, dutzende Weihnachtsbäume blinken und über dem Hoteleingang liegt der Weihnachtsmann auf dem Rücken und streckt seine Stiefel in den Himmel. „Die Leute habe Freude an dieser Inszenierung“, erzählt Robert Hovenaars. „Manche kommen jeden Abend.“ Jetzt fehlt dem einfallsreichen Gastwirt nur noch ein wenig Schnee. „Das wäre dann wirklich traumhaft“, sagt er.

Mitten im Lichtermeer hat er eine Spendenbox aufgestellt, denn die Lichter sollen vor allem auch zugunsten der Aktion „Kinderherz“ blinken. Außerdem möchte Hovenaars mit seiner vorweihnachtlichen Lichtinstallation die einstige Bedeutung Rohrens als Winterort in Erinnerung rufen. Ein Nachbar des Hotels ist regelmäßig zu Gast, wenn die tanzenden Lichter starten: „Das ist doch toll, wenn zweimal am Abend ein solches Spektakel geboten wird und man dafür nur einmal kurz aus dem Haus gehen muss“, sagt er.

Die tanzenden Lichter in Rohren sind noch bis zum 1. Januar zu sehen. Jeden Abend um 18.10 und um 19.30 Uhr ist Showzeit.

( P. St.)
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