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Qualität wird streng überwacht: Leitungswasser ist auch in der Städteregion ein gesunder Durstlöscher

Qualität wird streng überwacht : Leitungswasser ist auch in der Städteregion ein gesunder Durstlöscher

.Ist es eine gute Idee, Wasser aus der Leitung zu trinken? „Ja!“, sagt Dr. Corinna Bank vom Gesundheitsamt der Städteregion Aachen. „Leitungswasser ist Trinkwasser und damit eines der am gründlichsten überwachten Lebensmittel in Deutschland.“ Es kommt allerdings auch auf den Zustand der Leitungen nach dem Hausanschluss an.

Auch in der Städteregion Aachen fließt qualitativ hochwertiges Wasser direkt aus dem Hahn. Man kann es unbesorgt trinken und auch für Kinder ist es zum Durstlöschen geeignet, informiert die Städteregion. Wichtig zu wissen sei aber auch, dass der Zustand der Hausinstallation die Qualität beeinflussen kann.

Jeder Mensch sollte über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit trinken, rät Dr. Corinna Bank. Bei großer Hitze oder Anstrengung darf es auch mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssten darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Und gerade bei Kindern sei es sinnvoll, Wasser anzubieten, um sie nicht an gesüßte, kalorienreiche Getränke zu gewöhnen. Hier eignen sich ungesüßter Tee, selbst gemischte (und nur leicht süße!) Saftschorlen oder Wasser pur. Wer sich dazu am Wasserhahn bedient, spart das Schleppen von Flaschen oder Kästen und schont die Umwelt – allein weil Leitungswasser ohne Verpackung direkt ins Haus kommt.

Einige Punkte sollte man bei der Verwendung von Wasser zur Zubereitung von Getränken und Speisen beachten:

  • Wasser ist kein haltbares Lebensmittel: Man sollte es also immer frisch aus der Leitung zapfen.
  • Wasser, das mehr als vier Stunden in den Rohren stand, ist nicht mehr frisch. Wasser zum Trinken oder Kochen sollte man deshalb immer erst mal so lange laufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Das kann bis zu 30 Sekunden dauern. Wer dieses Wasser nicht ungenutzt lassen will, kann damit zum Beispiel Blumen gießen.
  • Alle Flaschen und andere Behälter, in denen man Wasser aufbewahrt und transportiert, immer gründlich reinigen! Das gilt auch für Filter oder Geräte zum Aufsprudeln.

Die deutsche Trinkwasserverordnung macht klare Vorgaben, die auf jeden Fall eingehalten werden müssen. Es gibt strikte Grenzwerte für Schadstoffe und Bakterien, die nicht überschritten werden dürfen. Die örtlichen Gesundheitsämter stellen sicher, dass sie eingehalten werden. Sobald kritische Keime oder Chemikalien auffallen, müssen die Wasserversorger Maßnahmen ergreifen und öffentlich informieren.

Die Qualitätsgarantie gilt allerdings nur bis zum Hausanschluss. Ab der Wasseruhr im Keller ist der Eigentümer verantwortlich dafür, dass das vom Versorger angelieferte Trinkwasser nicht durch schadstoffhaltige Armaturen sowie veraltete oder beschädigte Rohre beeinträchtigt wird. Problematisch sind alte Bleileitungen in teil- oder unsanierten Altbauten oder (bei bestimmten Wasserzusammensetzungen) Kupferrohre. Der Eigentümer oder Vermieter ist verpflichtet, alte Leitungen notfalls auszutauschen. Mögliche Keimbelastungen können auch von der individuellen Hygiene am Hahn abhängen.

Das Trinkwasser in der Städteregion Aachen kommt aus unterschiedlichen Quellen. Das führt dazu, dass der Härtegrad je nach Wohnort unterschiedlich ist. Doch egal, ob es aus Talsperren in der Eifel oder aus dem Grundwasser kommt: Das Gesundheitsamt überwacht die Qualität des Trinkwassers für alle, die in der Städteregion Aachen leben.

Häufige Fragen zum Thema Trinkwasser

Warum ist Wasser ein gesundes Getränk?

Dr. Corinna Bank: Wasser ist ein idealer Durstlöscher – und der gesündeste! Es enthält weder Zucker noch Kalorien, ist günstig, leicht verfügbar und von guter Qualität. Gerade bei Kindern ist es wichtig gegen den Durst Wasser anzubieten, um sie nicht an gesüßte, kalorienreiche Getränke zu gewöhnen. Ausreichend zu trinken ist wichtig! Trinkt man zu wenig, leidet die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Fehlen mir Mineralstoffe, wenn ich nur Leitungswasser trinke?

Bank: Das Wichtigste am Wasser ist die Flüssigkeit. Leitungswasser enthält zwar Mineralstoffe, allerdings ist die Menge für die tägliche Aufnahme nicht entscheidend. Den Großteil des täglichen Bedarfes liefert die Ernährung. Zur Verdeutlichung: Zehn Liter Wasser enthalten so viel Kalzium und Magnesium wie 100 Gramm Emmentaler. Auch von hartem Wasser „verkalkt“ man nicht!

Kann man mit Leitungswasser auch Säuglingsnahrung zubereiten?

Bank: Ja. Trinkwasser ist grundsätzlich auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung und als zusätzliches Getränk für Babys geeignet. Nur in seltenen Fällen, wie bei einer erhöhten Nitrat- oder Uranbelastung des Trinkwassers, kann die Verwendung von abgepacktem Wasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ erforderlich sein. In der Städteregion Aachen kann man das Leitungswasser bedenkenlos auch für Säuglinge verwenden – sofern die Hausinstallation nicht dagegen spricht. Bleileitungen dürfen zum Beispiel nicht vorhanden sein.

Braucht man Wasserfilter?

Bank: Gesundheitlich notwendig sind sie nicht. Trinkwasser aus der Leitung bedarf keiner weiteren Aufbereitung. Wer Filtersysteme einsetzt, sollte darauf achten, sie regelmäßig und gründlich zu reinigen, um einer Verkeimung vorzubeugen.