Landeszuschüsse für Heimatprojekte in Simmerath

Förderprogramm des Landes NRW : Simmerath will von Zuschüssen für Heimatprojekte profitieren

In der letzten Sitzung des Kultur- und Sportausschusses wurde auch ein neues Förderprogramm der Landesregierung vorgestellt, mit welchem bis 2022 rund 150 Millionen Euro für Projekte und das Engagement von Vereinen, Organisationen, Initiativen und Kommunen zu der Gestaltung von Heimat zur Verfügung gestellt werden sollen.

Eine Menge Geld, von dem auch die Gemeinde Simmerath profitieren will.

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erläuterte, beinhaltet das Programm fünf Elemente, über die die Gestaltung von Heimat vor Ort gefördert werden soll. Der „Heimat-Scheck" dient dabei zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen. Schecksumme: 2000 Euro je Maßnahme. Für innovative Heimatprojekte gibt es über den „Heimatpreis" ebenfalls Zuschussgelder bis 15.000 Euro.

Von Seiten der Verwaltung wurde diesbezüglich vorgeschlagen, ab 2019 einen Heimatpreis zu vergeben. Dazu werden zum Jahresbeginn die Ortskartellvorsitzenden angeschrieben, damit diese jeweils einen Verein aus ihrem Ort benennen. Zu lokal und regional prägenden Objekten und Initiativen (“Heimat-Fonds") kann man mit maximal 40.000 Euro aus Landesmitteln rechnen.

Für das Zuschuss-Element „Heimat-Zeugnis", mit dem Projekte, die lokale Geschichte, Traditionen und lokale Besonderheiten präsentieren, muss das Projektvolumen für einen Zuschuss mindestens 100.000 Euro betragen. Da dieses Förderelement insbesondere für den Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf (Heimatverein) interessant sein könnte, wird die Verwaltung der Gemeinde Simmerath hierzu Gespräche mit dem Verein führen, wie Bürgermeister Hermanns erläuterte.

Sollte das Antragsverfahren über den Verein laufen können, beträgt die Förderquote 90 Prozent. Vom Heimatverein Lammersdorf wird das überregional bekannte Bauernmuseum betrieben. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Georg Schruff, der bei der Sitzung anwesend war, sagte angesichts des Mindest-Projektvolumens: „Das ist schon eine Hausnummer.“ Schließlich könnten im Rahmen des Förderprogramms auch noch Landesmittel zu dem Förderelement „Heimat-Werkstatt“ für einen identitätsstiftenden Prozess (Kreativwerkstatt) fließen. Dabei sollte das Projektvolumen mindestens 40.000 Euro betragen.

(ho)
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