Nordeifel: Lammersdorf ganz oben, Mützenich ganz unten

Nordeifel : Lammersdorf ganz oben, Mützenich ganz unten

Die beiden TuS-Teams aus Lammersdorf und Mützenich standen am vergangenen Spieltag in der Aachener Kreisliga B2 ganz besonders im Fokus. Ganz oben landeten die Lammersdorfer einen grandiosen 8:0-Sieg gegen die Dritte des SV Breinig und bauten ihre Pole-Position auf sechs Punkte aus, da Verfolger Sportfreunde Hehlrath sich eine 1:3-Heimniederlage gegen Borussia Brand erlaubte.

Der TuS Mützenich kassierte im Kellerduell bei Rhenania Eschweiler eine 1:4-Niederlage und übernahm damit von den Indestädtern das Schlusslicht der Liga.

Jan Peter Faßbender hatte die Mützenicher nach einer Viertelstunde in Führung gebracht, die konnten die Gastgeber zwei Minuten vor der Pause egalisieren. Mit dem 2:1 direkt nach Wiederbeginn drehte die Rhenania die Partie und freute sich nach zwei weiteren Toren über den ersten Saisonsieg. Die Vennkicker sind jetzt die einzige sieglose Mannschaft in der Liga.

Sensationelles Ergebnis

Eitel Freude herrschte nach dem Kantersieg beim TuS Lammersdorf. „Das war eine super Mannschaftsleistung“, schwärmte Trainer Jürgen Theißen, der sich nur in den ersten zehn Minuten Sorgen um seine Mannschaft machen musste.

„Dann haben wir das 1:0 gemacht und eine grandiose Vorstellung abgeliefert.“ Sebastian Thönnessen hatte die Führung und das 3:0 erzielt. Yannik Wilde traf zum 2:0 und zum 4:0-Pausenstand. Nach einer Stunde erzielte er das 5:0. Sebastian Thönnessen machte zwei Minuten später das halbe Dutzend voll, während Till Krank mit seinen beiden Treffern den in der Höhe sensationellen Endstand klar machte.

Das Verfolgertreffen der Liga zwischen Eintracht Kornelimünster und der Zweitvertretung des FC Roetgen erreichte leider nicht das Niveau eines Spitzenspiels. „Beide Mannschaften waren nicht gut und haben einfallslos meistens nur mit langen Bällen gespielt. Man sah nur selten, dass in diesem Spiel der Tabellenvierte gegen den Dritten spielt“, so Roetgens Trainer Erich Bonkowski, der mehr vom Verfolgerduell erwartet hatte.

Nach einer halben Stunde konnte Thomas Fläschel den Ausgleich erzielen. Stefan Mertens brachte die Roetgener per Kopfball nach einer Standardsituation in Führung. Nur wenige Augenblicke später kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Kurz vor Feierabend sah noch ein Spieler der Roetgener Rot. „Das war ein gerechtes Remis, in diesem Spiel hätte es auch keinen Gewinner geben dürfen“, so die Einschätzung des FC-Coachs.

Total enttäuscht war Michael Behrendt, der Trainer der Zweitvertretung von Germania Eicherscheid, nach der 1:3-Niederlage bei VfL 05 Aachen. „Das war eine unnötige Niederlage. Hätten wir einen Torwart im Tor gehabt, dann hätten wir nicht verloren“, so der Coach, der sich über drei vermeidbare Gegentreffer ärgerte. Tobias Schmidt hatte die ersatzgeschwächte Eicherscheider Mannschaft in Führung gebracht, die man dann durch unnötige Gegentore und ausgelassene Tormöglichkeiten leichtfertig verspielte. „Leider ist die Mannschaft für die gute Leistung nicht belohnt worden“.

Der 3:1-Sieg gegen den Tabellenfünften Grün-Weiß Mausbach rückte für TV-Konzen-II-Trainer Reimund Scheffen und Mannschaft etwas in den Hintergrund, weil Lars Breuer sich in der ersten Halbzeit eine schwere Bänderverletzung zugezogen hatte. „Nach so einer schlimmen Verletzung wird das Ergebnis zur Nebensache“, so der Coach, der aber wusste, dass der Sieg enorm wichtig war, um sich im gesicherten Tabellenmittelfeld festzusetzen.

Nach ausgeglichener Anfangsphase brachte Christian Stollenwerk die Gastgeber in Führung. Zehn Minuten später erzielten die Gäste das 1:1, mit dem es auch in die Kabinen ging. Wenige Minuten nach Wiederbeginn besorgte Dominik Huppertz die erneute Führung, die er in der Nachspielzeit auf den verdienten Endstand ausbaute. Wenige Minuten zuvor sah noch ein Gästespieler Rot. „Wir hatten die meisten und auch die besseren Torchancen, deshalb ist unser Sieg auch verdient“, konstatierte der Konzener Coach.

Hätte, hätte, ...

In der Dürener Kreisliga B3 haderte der Trainer der SG Vossenack/Hürtgen, Oliver Grunwald, nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Kreuzau mit der grausamen Fußballwelt: „Wir hätten gewinnen müssen, weil wir die bessere Mannschaft waren.“ Die Niederlage schmerzte die SG umso mehr, weil die mitbedrohte Konkurrenz im Keller größtenteils punktete.

In Halbzeit eins hatten die Rureifeler die besseren Torchancen, aber die Gäste gingen kurz vor dem Seitenwechsel in Führung. Die konnte Alexander Wildrath nach einer Stunde egalisieren, jedoch ließen die Einheimischen weitere gute Möglichkeiten ungenutzt. Die Kreuzauer zeigten sich effizienter und kamen zehn Minuten vor dem Abpfiff zum Sieg. „In diesem Spiel war definitiv mehr drin“, meinte Oliver Grunwald, der seiner Mannschaft aber attestierte, dass sie alles versucht hatte, um die Begegnung noch zu drehen.

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