Lammersdorf: Laimisch Riders auf dem Rennrad in der „grünen Hölle“

Lammersdorf : Laimisch Riders auf dem Rennrad in der „grünen Hölle“

In Sachen Organisation sind sie inzwischen Profis, wenn sie zum Radsport-Ereignis des Jahres an den Nürburgring fahren. Zum siebten Mal waren die Laimisch Riders, die Radsportler des TuS Lammersdorf, am letzten Wochenende bei „Rad am Ring“ dabei, als sich mit ihnen rund 8000 Rennteilnehmer bei extremer Hitze dort durch die grüne Hölle kämpften.

„Die Temperaturen waren schon extrem,“ stellten Michael Krumbeck und Gunnar Missof im Einklang fest, wozu Krumbeck ergänzte: „Vom Start am Samstagmittag bis zum Abend habe ich allein acht Liter Wasser getrunken.“

15-köpfiges Team

Bereits am Freitag war das 15-köpfige Team mit einem voll beladenen Siebeneinhalbtonner und mehreren Pkws an den Ring gereist, um sich dort häuslich einzurichten. „Was das mitgeführte Material angeht, haben wir inzwischen Routine drin. Mit dabei waren auch wieder zwei große Zelte von der Lammersdorfer Feuerwehr sowie ein großer und kleiner Pavillon“, so Michael Krumbeck. Ganz wichtig auch für die Radsportler, das zweiköpfige „Küchenpersonal“ nebst Physiotherapeutin, die gegebenenfalls müde Beine wieder munter machte.

Ein Erlebnis mit Gänsehauteffekt ist dann immer wieder der Beginn des Rennens, wenn sich vor der Startlinie einige Tausend Radsportfreaks versammeln. Motivierend kam in diesem Jahr hinzu, dass sich hierzu wesentlich mehr Zuschauer als im vorigen Jahr eingefunden hatten.

Was die Akteure danach 24 Stunden lang vor der Brust hatten, wird daran deutlich, dass eine Runde 26,5 Kilometer lang ist und dabei jeweils 550 Höhenmeter absolviert werden. Wer zehn Runden (265 Kilometer) fährt, hat also am Ende 5500 Höhenmeter unter die Bereifung seiner Räder gebracht.

Dabei sein ist alles, nicht das Podest

Im Mammutpulk der Fahrer waren die Laimisch Riders mit drei Teams und drei Einzelstartern auf der Strecke und platzierten sich am Ende erfolgreich im Mittelfeld der Wertungen. Dabei legten bei den Einzelstartern Harald Burggraf 312 Kilometer, Sebastian Heeren 260 Kilometer und Michael Krumbeck 208 Kilometer zurück.

Zur Motivation des Teams stellt Krumbeck klar: „Wir streben keine Podestplätze an. Für uns steht die Teilnahme an diesem Event an erster Stelle. Das macht einfach jedes Jahr Spaß.“ Die beiden MTB-Teams der Laimisch Riders brachten es im Übrigen auf 477 und 468 Kilometer und die Rennrad-Mannschaft auf 572 Kilometer.

Verjüngtes Team

In diesem Jahr gingen die Laimisch Riders mit einem verjüngten Team an den Start, wozu Krumbeck festhielt: „Die good old boys haben aufgehört. Schön war, dass die Neuen diese Lücke nahtlos schließen konnten.“

Auch drei Tage nach dem Rennen war die Crew der Laimisch Riders immer noch fasziniert. „Am Ende der Hohen Acht beträgt die Steigung mal eben 18 Prozent. Das ist schon eine Nummer. Ebenso, wenn du mit dem Rennrad mit eigentlich wahnsinnigen 99 Stundenkilometern die Fuchsröhre runter rauschst. Jedenfalls war das die offizielle Messung mit der dort installierten Radarpistole“, so Krumbeck.

Natürlich wird man auch im nächsten Jahr wieder bei Rad am Ring dabei sein, so Krumbeck, der sich am Ende nochmals bei den lokalen Sponsoren für deren Unterstützung bedankte.

(ho)