Krippenwanderer „Kreppche kicke“ in Konzen

„Kreppche kicke“ in Konzen : Krippen mal mit Katze, mal mit Klohäuschen

Auch in diesem Jahr besuchte der Heimatverein Konzen im Rahmen einer Hauskrippenwanderung wieder sechs Krippenbauer.

Mit zwölf Teilnehmern, teilweise auch von auswärts, suchten die Krippenwanderer in zwei Gruppen die Hobbybastler in ihren Häusern auf. Es war erstaunlich, wie viele wieder zu Hause eine Weihnachtskrippe aufgebaut hatten. Von den nun 20 Krippenausstellern aus Konzen hatten dieses Mal Helmut Schreiber, Joachim und Marion Huppertz, Neuling Karl-Heinz Müller, Sascha Huppertz, Helmut Call und Saskia Huppertz die Gäste in ihre gute Stube gelassen, wo sie in sehr unterschiedlicher Art die Weihnachtsgeschichte mit Felspapier und bunten Figuren dargestellt hatten.

Bei dem 82-jährigen Helmut Schreiber, der schon seit seiner Kindheit Krippen baut, war eine liebevoll gestaltete Eifellandschaft mit Fundstücken aus dem Venn zu sehen. Das Krippenbild ging nahtlos über in ein Wandbild mit einem röhrenden Hirschen, welches er noch aus dem Zweiten Weltkrieg gerettet hatte. Dieses Jahr hatte der Senior die Krippenlandschaft noch mal ganz neu gestaltet und erzählte, wie er ständig in der Natur nach lohneswerten Fundstücken schaue, um sie dann in die Krippe einzubauen.

Die jüngste Krippenbauerin war die 17-jährige Saskia Huppertz. Ihre Eltern hatten dieses Jahr keine Lust, wieder eine Krippe zu bauen, so dass sie sich entschloss, selbst eine Krippe ins Wohnzimmer zu bauen. Diese war zwar etwas kleiner als die ihrer Eltern, aber mit viel Liebe zum Detail hergestellt.

In der Krippe des 22-jährigen Sascha Huppertz gab es eine Besonderheit. Die Hauskatze hatte sich hier einen neuen Lieblingsplatz eingerichtet und flüchtete vor der ungewohnten Besucherschar. An der Krippe von Helmut Call konnte man das Können des Elektrikers sehen. Grün und blau schimmerndes Wasser lief den Berg der selbst gemachten Krippe hinunter. Marion und Joachim Huppertz hatten in ihrer Krippe wieder einen Gaganer postiert. Das ist ein kleines Klohäuschen, welches mit einem kleinen Männlein besetzt ist, welches sein Geschäft macht. Dies ist eine alte katalanische Sitte, die von einer Verwandten aus Barcelona mitgebracht wurde.

Bei Glühwein wurde anschließend mit den Krippenbauern im Musik- und Kulturzentrum ein Abschlussgespräch geführt. Die Krippe von Helmut Schreiber kann noch bis zum 24. Januar besichtigt werden.

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