Krimi „Hexenhof“ von Bernhard Wucherer

Krimi „Hexenhof“ von Bernhard Wucherer : Leichte Unterhaltung und Lesevergnügen

Der „Hexenhof“, ist ein besonders beliebter Teil des Aachener Weihnachtsmarktes, doch die vorweihnachtliche Stimmung wird urplötzlich stark getrübt, denn in einer Glühweinbude wird ein vergifteter Student gefunden.

Doch dies ist nur der Auftakt einer ganzen Serie von „Glühweinmorden“, die rasch auch Belgien und Holland erschüttern. Weil der schrullige Kommissar Le Maire aus dem ostbelgischen Eupen und die taffe Aachener Rechtsmedizinerin Dr. Angelika Laefers zum ersten Mord gerufen wurden, ermitteln sie verdeckt weiter und stoßen dabei gleich auf mehrerlei Verdächtige, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.

Der aus dem Allgäu stammende Autor Bernhard Wucherer hat sich ausgerechnet die Kaiserstadt Aachen und den bekannten Weihnachtsmarkt als Schauplatz für seinen neuen Krimi ausgesucht. Doch der Autor kennt sich aus in der Region, lebt er doch seit vielen Jahren in Belgien. Unter dem Eindruck der neuen Umgebung entstand wohl auch Wucherers Debüt-Kriminalroman „Die Frittenmafia“.

Auch in seinem jüngsten Werk lässt der Autor ein wenig lokale Kenntnisse einfließen, aber weil diese für einen reinen regionalen Kriminalroman ein zu schwaches Gerüst bilden, schlägt Wucherer auch diesmal wieder den Bogen in seine alte Heimat und in die Nachbarländer. So ist „Glühweinmord im Hexenhof“ auch kein Aachen-Krimi sondern ein genügsamer und ortsungebundener Roman, der leichte Unterhaltung und angenehmes Lesevergnügen bietet.