Roetgen: Konzert des Mandolinen-Orchesters: Erst klassisch, dann beschwingt

Roetgen : Konzert des Mandolinen-Orchesters: Erst klassisch, dann beschwingt

Die Vorweihnachtszeit bedeutet in der evangelischen Kirche in Roetgen immer Mandolinen-Orchesterzeit. Am vergangenem Sonntag fand bereits zum 63. Mal das Konzert des Mandolinen-Orchesters 1954 Roetgen statt.

Im vergangenen Jahr mussten die 15 Musikerinnen samt ihrer Dirigentin Angelika Hoven nach mehr als 30 Jahren erstmalig das Konzert in die katholische Kirche verlegen, da ihr angestammter Auftrittsort, wie bereits berichtet wurde, umfangreich saniert werden musste.

Die überwiegend aus Roetgen stammenden Musikerinnen teilten in diesem Jahr ihr musikalisches Spiel in zwei Teile. Im ersten Teil stand die klassische Musik im Vordergrund. Die „Il Canto del diavolo“ sowie die „Rose sbocciate“ von Giacomo Sartori gelten als „ein Muss in jedem Zupfmusik-Konzert“, so die Dirigentin Hoven.

Der zweite Teil war beschwingter angelegt und fiel mit „Katalanische Impressionen“ von Fred Witt und „Jamaica Farewell“ von Valdo Preema, das von Hildegard van der Leur am Akkordeon und von Yvonne Schmitz an der Querflöte begleiten wurden, unfreiwillig höchst aktuell und in das Tagesgeschehen passend aus. „Alles soll gut werden in Katalonien und bei den Konsolidierungen der Jamaica-Koalition“, hieß es von den Freundinnen der Zupfmusik, die ihre Liedauswahl bereits vor einigen Monaten getroffen hatten.

Bei seiner kurzen Einführung zeigte Pfarrer Wolfgang Köhne sich dankbar, dass die Bauarbeiten im Dachgeschoss der Kirche abgeschlossen sind und das Mandolinen-Orchester wieder an seinem angestammten Ort musizieren kann.

Das Publikum, das zahlreich erschienen war, lauschte gerne der Musik und bedankte sich mit viel Applaus bei den anwesenden Musikerinnen.

(kfr)
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