Rohren: Komödie „Für immer Disco“ mit Erfolg und großer Spielfreude

Rohren : Komödie „Für immer Disco“ mit Erfolg und großer Spielfreude

Die Rohrener Holdertruppe führte am vergangenen Wochenende im Festsaal Hermanns die Komödie „Für immer Disco“ von Andreas Wening auf. Bei dem kurzweiligen Theaterstück wurden an den drei Abenden die Lachmuskeln des Publikums arg strapaziert.

Um der starken Nachfrage nach entsprechenden Karten für die Aufführungen gerecht zu werden, hatten die Mitglieder kurzerhand zusätzlich noch einige Tische aufgestellt, um eine noch größere Platzkapazität zu gewährleisten. Das Bewirtungsteam im Festsaal Hermanns sorgte dafür, dass die Besucher mit Getränken und kleineren Snacks versorgt wurden. Die Tische und die Wände im Saal waren passend zum Titel des Stückes dekorativ hergerichtet worden.

Im November starteten die Laiendarsteller mit den Proben für das dreistündige (einschließlich zweier Pausen) kurzweilige Theaterstück. „Alle Proben wurden im Festsaal durchgeführt. Die Proben waren zwar hart und aufwendig und das Erlernen der Texte kam ja auch noch dazu, jedoch haben wir auch Spaß gehabt und sehr viel gelacht. Mit der Zeit versetzten sich die Darsteller mehr und mehr in die für sie vorgesehenen Rollen. Einige aus der Truppe haben sogar bewiesen, dass sie ohne Weiteres auch eine Ersatzrolle ausfüllen können“, betonte Spielleiterin Tatjana Kolken.

Kolken zeigte sich mit dem Verlauf der Aufführungen sehr zufrieden. „Vieles hat gut geklappt und ist bei den Zuschauern sehr gut angekommen. Ein paar kleine Durchhänger wurden sehr gut überspielt, wenn man bedenkt, dass es sich hier um Laiendarsteller handelt.“

Vor dem Beginn des Theaterstückes wurde ein Video eingespielt, in dem unter dem Gelächter des Publikums zu erkennen war, was eine Souffleuse, in diesem Fall war es Stefanie Pretzewofsky, während des Theaterstückes so alles macht.

Zur Handlung: So mancher Ehemann mag ja ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit aufweisen, aber das von Franz Hirschfeld (Gregor Neumann) ist schon besonders: Disco-Star in den 80ern! Gemeinsam mit Kumpel Bodo (Michael Pretzewofsky) war er als „Glitterboy“ die Billig-Antwort auf „Modern Talking“. Die ehrgeizige Event-Managerin Regina Rautenstengel (Jutta Strauch) will das zerstrittene Duo auf eine lukrative Revival-Tour schicken.

Jämmerlicher Gesang

Während die beiden Herren bei ihren jämmerlichen Gesangsproben mit den Nebenwirkungen von Botox- und Hormoninjektionen zu kämpfen haben, mutiert Franz‘ Ehefrau Birgit (Sandra Neumann) zur knallharten Geschäftsfrau und veranlasst, dass unter anderem die Promikochsendung „Schmausen wie die Stars“ in ihrem Haus gefilmt wird.

Nicht nur der arrogante Fernsehproduzent Viktor Winsel (Heiko Classen) und die „Klatschspalten-Nacktschnecke“ Coco Cabana (Tatjana Kolken) wirbeln von nun an den Haushalt durcheinander, sondern auch die durchgeknallte Fan-Club-Leiterin der Glitterboys, Mira Bell (Katja Diewald), die hysterisch gut gelaunt ständig ins Haus eindringt und selbst vor dem Sammeln von Franz‘ Schlüpfern als Souvenir keinen Halt macht.

Als dann auch noch anrüchige Fotos von Tochter Lena (Katharina Peters) im Internet auftauchen, die sich von Winsel zu einem Casting hat überreden lassen, und der mit Stöckelschuhen bewaffnete Hossa Rodriguez (Christian Krings) den betagten Glitterboys eine Choreographie einhauchen soll, eskaliert die Stimmung. Doch wie so oft in der Welt des Disco-Fiebers ist manches doch mehr Schein als Sein und endet mit einem bösen Erwachen...

In einer kleineren Nebenrolle trat Harald Klöckner als ein mit vollem Einsatz arbeitender Hausarzt Dr. Richard Wurm auf. Als Souffleusen fungierten Stefanie Pretzewofsky und Petra Roder. Für Technik und Bühnenbild zeichneten Frank und Ralf Dederichs, Berthold Kaulartz und Stefan Strauch verantwortlich. Dekoration und Maske lagen in den Händen von Inge Cremer, Therese Dederichs und Nicole Kirch.

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