Simmerath: Kommunale Hilfe für Eifelklinik-Geburtshilfe

Simmerath: Kommunale Hilfe für Eifelklinik-Geburtshilfe

Die Geburtsmedizin in Simmerath wird weitergeführt — zumindest bis Ende September. Der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Simmerath bereits zugesichert. Bei den anderen Kommunen hat er ebenfalls um Unterstützung gebeten.

In der letzten Sitzung des Rates der Gemeinde Simmerath vor der Sommerpause war auch die Geburtsstation Thema. Für ihre zukünftige Arbeit hat die Eifelklinik den Hebammen verbesserte Konditionen zugesagt. Für die 13 Hebammen, die sich für die kommenden drei Monate bereit erklärt haben, zu arbeiten, fallen laut Hermanns weitere Mehrkosten von rund 25.000 Euro an. Die Hälfte dieser Kosten wird die Eifelklinik tragen, die Übernahme der verbleibenden 50 Prozent wurde durch Hermanns zugesichert.

Der Erhalt der Geburtshilfe ist laut Bürgermeister auch für die umliegenden Kommunen Monschau, Roetgen, Nideggen und Hürtgenwald von Bedeutung. Deswegen hatte er sie gefragt, ob sie sich an den 12.500 Euro beteiligen wollten.

Bereits in den Jahren 2009 bis 2011 hatten die Kommunen die Geburtshilfe am Ende der Trägerschaft der Malteser unterstützt. Auf Grundlage der damaligen Kostenverteilung schlug Bürgermeister Hermanns vor, auf die gleiche prozentuale Verteilung zurückzugreifen.

4536,25 Euro aus Simmerath

Dadurch hätte Simmerath im aktuellen Fall 4536,25 Euro (36,29 Prozent) zu zahlen, Monschau 3772,50 Euro (30,18 Prozent), Roetgen 1401,25 Euro (11,21 Prozent), Nideggen 1388,75 Euro (11,11 Prozent) und Hürtgenwald 1401,25 Euro (11,21 Prozent). „Ich bin zuversichtlich, dass sich auch die anderen Kommunen mit einbringen werden“, sagte Hermanns. „Alle Kommunen stehen einer Kostenübernahme positiv gegenüber.“

Der Gemeinderat beschloss dann einstimmig, dass die Gemeinde Simmerath ihren Beitrag leisten wird — und falls sich eine der anderen Kommunen gegen eine Unterstützung ausspräche, wolle man auch diese Kosten aus vorhandenen Mitteln der Krankenhausinvestitionsumlage sowie durch Einsparungen bei Liquiditätskrediten übernehmen.

„Wir sind sehr froh, dass die Geburtshilfe fortgeführt wird und hoffen auf einen langen Weiterbestand“, sagte Gregor Harzheim (SPD). Auch die CDU ist laut Christoph Poschen bereit, einen solchen Beitrag zu leisten. Die übrigen Fraktionen stimmten dem bei.