Kesternich: Kirchenmusik und nachdenkliche Worte

Kesternich: Kirchenmusik und nachdenkliche Worte

Der Kesternicher Kirchenchor Sankt Peter und Paul thematisierte in seiner traditionellen kirchenmusikalischen Feierstunde am vierten Adventssonntag die Thematik „Siehe, sie wird ein Kind gebären!“ auf nachhaltige Weise. Die Feierstunde im fast vollbesetzten Gotteshaus wich dabei vom Repertoire christlicher Klassik und volkstümlicher Weihnachtslieder der Vorjahre ab.

Form und Inhalt der Darbietung trugen unverkennbar die Handschrift der Dirigentin Eva Honecker. Ehe die 25 Mitwirkenden starteten, wandte sich der Simmerather GdG-Pfarrer Michael Stoffels in einem Grußwort an die Zuhörer. Er nahm in Begleitung seines Amtsbruders Leo Kerbusch an der Andacht teil. Über diesen exzellenten Musiknachmittag, so der Seelsorger, hätten „Engel ihre Flügel gebreitet“. Der Kirchenchor trage dazu bei, „Gott in unserer Mitte lebendig zu erhalten“.

Marlene Strauch, die Vorsitzende des Chores, ermunterte die Anwesenden, sich mit Blick auf das nahende Christfest in frohe weihnachtliche Stimmung versetzen zu lassen. „Dazu möge uns allen das Friedenslicht aus dem Heiligen Land leuchten, es scheint jetzt dringend nötig, nehmt es darum alle mit nach Hause“.

Moderiert von Chorleiterin Eva Honecker, folgte ein lebhafter musikalischer Dialog zwischen den Interpreten, im Wechsel dargeboten mit Bibeltexten.

Der Kampf vieler Kinder ums tägliche Überleben wurde ebenso thematisiert wie die zunehmende Vereinsamung junger Menschen und der Verlust familiärer Strukturen.

Aber auch das gute alte Weihnachtslied kam zu seinem Recht in Liedern wie „Es kommt ein Schiff gefahren“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“. Mit starkem Beifall bedacht wurde das Solo der Altistin Sophia Honecker. Sie verzauberte mit ihrer Interpretation des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach die Herzen der Zuhörer.

Im Anschluss lud der Chor zum gemütlichen Beisammensein ins Pfarrheim ein. Zuvor dankte die Vorsitzende noch der Dirigentin Eva Honecker „für ihre unermüdliche Probenarbeit im Hinblick auf diese Andacht und die Geduld mit uns Aktiven“.

(M. S.)