Höfen: KG Biebesse feiert Jubiläum: 1200 Feierlustige ganz „Jeck op Kölsch“

Höfen : KG Biebesse feiert Jubiläum: 1200 Feierlustige ganz „Jeck op Kölsch“

Die Karnevalisten der Höfener Biebesse brachten am Samstagabend die Höfener Vereinshalle ausnahmsweise nicht zum Beben. Dafür aber das große Zelt, das man für mehr als 1000 Besucher hinter der Halle aufgebaut hatte.

Dort ließen es die Biebesse anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens richtig krachen, denn der Verein hatte zu einer Karnevalsparty unter dem Motto „Jeck op Kölsch“ mit hochkarätigen Bands aus der Domstadt geladen, die das Publikum in Begeisterung versetzten.

Die Band „Querbeat“ begeisterte mit volltönenden Pop- und Sambarhythmen nebst einer akrobatischen Bühnenshow. Foto: Hoffmann

Nachdem im Dezember kurz nach Bekanntwerden des Programms 600 Eintrittskarten im Nu vergriffen waren, hatte der Verein entschieden, in das größere Zelt auszuweichen. Doch die zusätzlichen Tickets waren auch bald wieder ausverkauft. Und dies aus gutem Grund, da sich das Programm des Abends wahrlich sehen und hören lassen konnte.

Sie brachten „Millione vun Stääne“ nach Höfen: die selbst ernannten Töchter Kölns von „Colör“. Foto: Hoffmann

Mit der Verpflichtung von „Cat Ballou“, „Colör“ und „Querbeat“ hatten die Veranstalter dafür gesorgt, dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei war und mit den „Belsch Jecke“ auch ein lokaler musikalischer Farbtupfer gesetzt wurde. Und da es bekanntlich nichts Schöneres gibt, als im Sommer Karneval zu feiern, herrschte auch am Samstag im Höfener Festzelt allgemeine karnevalistische Glückseligkeit, auch wenn zum Ende hin die ganze Zeltgemeinschaft euphorisch „Nie mehr Fastelovend“ von Querbeat intonierte.

Schon früh hatte der Besucheransturm eingesetzt, so dass DJ Heinz ab 19.30 Uhr mit dem musikalischen Warmlaufen vor vollem Haus beginnen konnte. Nachdem im Zelt die ersten Pittermännchen vernichtet waren, zeigten die „Belsch Jecke“, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiern, dass sie mehr als nur die Rolle des Eisbrechers zu bieten haben. Ihr Heimspiel mit Unterstützung des Höfener Dreigestirns gelang prächtig.

Hiernach dann „Colör“. Die selbst ernannten Töchter Kölns mit Frontfrau Ute Geller hatten nicht nur „Millione vun Stääne“ nach Höfen mitgebracht, sondern rockten zur Freude ihrer Fans mit ein wenig Verspätung die Bühne.

Pünktlich, bestens aufgelegt und nach vier Wochen Studioaufenthalt darauf brennend, sich mit absoluter Spielfreude zu präsentieren, waren „Cat Ballou“. Die vier sympathischen Kölner Jungs um Frontmann Oliver Nießen, die 2012 ihren großen Durchbruch mit „Et jitt kei Wood“ hatten, zeigten einmal mehr, welche Klasse sie haben.

Das Quartett hebt sich erfreulicherweise noch immer von der in der Kölner Szene weit verbreiteten Ballermannmusik ab und glänzt vielfach mit besinnlichen Tönen und tollen Texten. Da leuchteten wie selbstverständlich dann auch in Höfen die Displays der Smartphones, und bei „Die Stääne stonn joot“ herrschte Gänsehautfeeling im Zelt. Aber da war die Band für viele an diesem Abend schon längst zum „König“ der Nordeifel geworden.

Am Ende gab es dann ein musikalisches Feuerwerk mit voller Dröhnung, die die Fans von Kölns größter Brass-Band aber auch erwartetet hatten. Die 15 Musikerinnen und Musiker von Querbeat begeisterten das Publikum mit ihren volltönenden Pop- und Sambarhythmen nebst einer akrobatischen Bühnenshow. Nicht nur „Dä Plan“ aus der letzten Session, auch „Nie mehr Fastelovend“ und viele weitere Songs im typischen Ska-Stil der Band animierten das Publikum sofort zum Mitsingen. Zusammengefasst: Es war gelebte Blasmusik mit überschäumender Spielfreude.

(ho)
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