Simmerath: Kevelaerer Marientracht war der Glanzpunkt

Simmerath : Kevelaerer Marientracht war der Glanzpunkt

Von den 128 Mitgliedern der Simmerather Kevelaer-Bruderschaft waren 31 zur Generalversammlung erschienen. Präfekt Christian Haas begrüßte die Versammelten. Nach dem Totengedenken für die verstorbene Sofia Hoffmann trug Christian Haas einen Rückblick auf das ereignisreiche Wallfahrtsjahr 2017 vor.

Außer einigen ortsgebundenen Auftritten war neben der Bus-Wallfahrt im August die Fahrt des Vorstands zum 375-jährigen Wallfahrtsjubiläum der Kevelaer-Wallfahrt das Highlight. Besonders zu erwähnen ist die „Marientracht“, die nur alle 25 Jahre gefeiert wird. Dabei wird der Schrein mit dem Muttergottes-Gnadenbild von Maria Kevelaer durch die Straßen der Stadt Kevelaer getragen.

Die traditionelle Simmerather Wallfahrt (seit 204 Jahren), fand mit 160 Pilgern im August eine erstaunliche Resonanz. Besonders positiv wertete Haas die Teilnahme von Roetgener Schützen, Schmidter Pilgern und der Musiker der Hansa-Blasmusik Simmerath. Fünf Wallfahrern wurde am Gnadenort eine Ehrung für mehr als 25-jährige Wallfahrtsteilnahme verliehen.

Auch beim Kreuzweg zur Paustenbacher Höhe im Oktober und der Totenehrung am Volkstrauertag waren die Kevelaer-Schwestern und -Brüder zur Stelle. Die im Abstand von zwei Monaten stattfindende Stammtischrunde erfreut sich wachsender Beliebtheit. Besonderen Dank richtete der Präfekt an die Pfleger des Kevelaerkreuzes in Raffelsbrand.

Buswallfahrt am 12. August

Eine Fußwallfahrt Simmerath- Kevelaer kam wegen einiger Krankheitsfälle nicht zustande. Bei Interesse soll 2019 wieder eine Fußwallfahrt starten. Die diesjährige 205. Wallfahrt per Bus ist unter Leitung von Pastor Michael Stoffels für Sonntag, 12. August, geplant. Der Fahrpreis von 17 Euro pro Person bleibt unverändert.

Bei der Generalversammlung überreichte Haas einigen Mitgliedern Ehrenurkunden für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft bzw. zehn Jahre Fördermitgliedschaft: Rosa Schleicher, Margret und Heinz Breuer, Marlene und Karl Haas und Christoph Weber. Mit je einem gerahmten alten Muttergottes-Gnadenbild wurden die Vorstandsmitglieder Ursula und Uwe Gerards überrascht für ihre vorbildliche Arbeit.

Der von Schatzmeisterin Kerstin Sterk vorgetragene Kassenbericht brachte einen positiven Abschluss. Die Rechnungsprüfer Martina Hoch und Hermann Haas bescheinigten eine kompetente Kassenführung. Der Schatzmeisterin und dem Gesamtvorstand wurde die Entlastung erteilt. Die Schatzmeisterin lobte die hohe Beteiligung an der Einführung des Sepa-Lastschriftverfahrens zur Einziehung der Jahresbeiträge.

Zur Übernahme der Rechnungsprüfung 2018 erhielt Hermann Haas Verstärkung durch den neu gewählten Karl Haas. Ohne Probleme verlief auch die Wahl einer Stellvertretung für den Präfekten: Gertrud Zisowsky, die im Dezember 2017 als Vierte des Vereins mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Simmerath bedacht wurde, wurde auf drei Jahre einstimmig wiedergewählt.

Außerkirchliche Aktivitäten

Beim diesjährigen Karnevalszug hatte sich eine elfköpfige Fußgruppe mit zwei Wagen eine Persiflage zu „Simmerath will Stadt, da sind sogar die Monschauer platt“ einfallen lassen. Die Bruderschaft hat ihre Teilnahme zugesagt an den Festzügen in Simmerath anlässlich des Bezirksbundesfestes der Schützen am 2. September und beim Verbandsfest der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel am 10. Juni. Unterstützung bei Veranstaltungen anderer Vereine ist immer willkommen.

Bei kirchlichen Anlässen sind möglichst viele Aktive gern gesehen, zum Beispiel bei der diesjährigen ersten GdG-Fronleichnamsprozession per Schiff in Rurberg am 31. Mai. Weitere Auftritte sind geplant bei der Marienmesse in Paustenbach, dem Kreuzweg zur Kopp und der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am 18. November. Eine einheitliche Kleidung der Festzug-Teilnehmer wird angestrebt und vom Verein unterstützt. Zur Vereinfachung der Information bat der Präfekt um Bekanntgabe der E-Mail-Adressen.

Haas bedankte sich bei allen Mitgliedern, die der Bruderschaft die Treue halten. Ein harmonisches Vereinsleben sei Voraussetzung für wachsende Mitgliederzahlen, „da die Personaldecke ziemlich dünn ist“.

(ef)
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