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Tagesbusfahrt nach Rüdesheim: Kevelaer-Freunde besuchen das Mittelrheintal

Tagesbusfahrt nach Rüdesheim : Kevelaer-Freunde besuchen das Mittelrheintal

Die Kevelaer-Bruderschaft Simmerath hatte ihre Mitglieder und Freunde zu einer Tagesbusfahrt an den „Vater Rhein“ eingeladen. Das Ziel war Rüdesheim.

Die 55-köpfige Reisegesellschaft landete kurz vor der berühmten Drosselgasse. Ein beschlagener Reiseführer begleitete die interessierte Gruppe durch die zwei Meter breite und 144 Meter lange historische Drosselgasse. Alle suchten die sprichwörtliche „Rheinische Fröhlichkeit“ bei einem gemütlichen Glas Rhein-Wein in urigen Kneipen. Eingeläutet vom klingenden Glockenspiel des Schlossturms trafen sich die Mitfahrer zum gemeinsamen Mittagessen.

Per Bus erreichten die Reiseteilnehmer auf der Rüdesheimer Höhe das weltbekannte Stadtsymbol, das Niederwalddenkmal. Dieses Denkmal wurde in den Jahren 1877 bis 1883 nach einem Entwurf vom Architekten Johann Schilling aus Dresden errichtet. Es ist heute als Teil des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal Treffpunkt für Gäste aus aller Welt.

Das 38 Meter hohe Denkmal symbolisiert die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserreiches nach dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871. Auf der Spitze thront die 640 Zentner schwere „Germania“ aus Bronze mit der Kaiserkrone von Kaiser Wilhelm in der rechten Hand und dem Reichsschwert in der linken Hand.

Dann gelangten die Gäste aus der Eifel noch zur Benediktinerinnen-Abtei Sankt Hildegard von Bingen. Dieses ehemalige Augustinerinnen-Kloster wurde um 1905 erbaut und später von den Benediktinerinnen übernommen. Heute leben in der Katholischen Gemeinschaft noch etwa 30 Klosterfrauen nach der Regel des Heiligen Benedikt und in der Tradition der Heiligen Hildegard.

Gebet, Arbeit und Gastfreundschaft kennzeichnen ihr Leben, in das auch die Bewirtschaftung von acht Hektar Weinberge gehört. Die Tradition des Klosterweinguts reicht zurück in die Zeit von Hildegard von Bingen. Die Besucher bewunderten die farbenfrohen Fresken in der Abteikirche und die auffällige Vielfalt im Klosterladen mit reichhaltiger Literatur. Im Klostercafé stärkten sich die Eifelaner für die Heimreise in das verregnete Eifelland.

Neue Mitglieder willkommen

Positive Stimmen dankten den Organisatoren der Bruderschaft für Planung und Durchführung des Ausflugs an den Rhein. Präfekt Christian Haas ehrte die drei ältesten Mitfahrer von je 84 Jahren, Gisela Stiel, Ursula Stollenwerk und Erich Titze mit einer kleinen Flasche Wein. Zum Abschluss erinnerte Haas die „Noch-nicht-Mitglieder“ an die Möglichkeit, für einen Jahresbeitrag von 13 Euro die vorteilhafte Mitgliedschaft in der Bruderschaft zu erwerben. Anmeldungen nehmen er und die übrigen Vorstandsmitglieder dankend entgegen.