Karl-Heinz Linzenich nach 45 Jahren wieder Schützenkönig in Roetgen

Pfingstkirmes in Roetgen : Nach 45 Jahren wieder König

Ganze 45 Jahre musste Karl-Heinz Linzenich warten, bis er zum zweiten Mal König der St. Hubertus-Schützen Roetgen wurde. Umso größer war die Freude, als er jetzt die Königskette überreicht bekam.

Die neuen Majestäten der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft standen bereits am Vatertag fest, im Rahmen der Pfingstkirmes galt es nun, die noch amtierenden Herrscher zu verabschieden und die frisch gebackenen Würdenträger zu inthronisieren. In der Schießhalle spendete der erste Brudermeister Karl-Heinz Linzenich reichlich Dank und Lob an Thorsten Cosler, Alexandra Ruth und Stephan Cosler für ihre Repräsentationsaufgaben zum Wohle der Bruderschaft.

Ein herzliches Willkommen bei der nachfolgenden Inthronisation brachte der zweite Brudermeister Thorsten Cosler den „Neuen“ entgegen: Für Schützenkönig Karl-Heinz Linzenich und Jungschützenprinz Stephan Cosler. Unter den Klängen der Musikvereinigung Roetgen und in Begleitung der Roetgener Wehr ging es Pfingstsamstag von der Residenz der neuen Majestäten in einem Festzug durch den Ort ins Schützendomizil, um die Pfingstkirmes gebührend zu feiern.

Erster Brudermeister und neuer Schützenkönig (nach 45 Jahren zum zweiten Male) Karl-Heinz Linzenich hieß in der Schießhalle neben Bürgermeister Jorma Klauss Abordnungen der befreundeten Schützen aus Petergensfeld und Rott sowie das Roetgener Ehrenmitglied und Schützen-Urgestein Günter Huppertz herzlich willkommen. „Jetzt ist es an der Zeit, einen Regentenwandel vorzunehmen“, so Linzenich, als es galt, den bisherigen Majestäten die Insignien abzunehmen und die neue Herrscher damit zu dekorieren.

So war für Thorsten Cosler, Alexandra Ruth und Stephan Cosler die Zeit gekommen, Abschied von ihrer Amtszeit zu nehmen. Besonders lobte der erste Brudermeister Stephan Cosler, der im April erst den Titel Bezirksschülerprinz erringen konnte. „Das ist ein Erfolg unserer guten Jugendarbeit, darauf können wir stolz sein“, freute er sich. Allen Scheidenden galt Dank und Anerkennung für ihren Einsatz im Interesse der Bruderschaft. „Ihr habt tolle Präsenz für unsere Bruderschaft gezeigt, das ist lobenswert“, sagte er.

Bürgermeister Jorma Klauss und Günter Huppertz oblag die ehrenvolle Aufgabe, die Prinzen- und Königskette einzusammeln und den Ex-Majestäten zur bleibenden Erinnerung Orden auszuhändigen. Die langjährige Geschäftsführerin Ursula Huppertz sorgte für die aktuelle Umarbeitung der Ketten, um sie für die neuen Majestäten zu aktualisieren. Thorsten Cosler, in seiner Eigenschaft als zweiter Brudermeister und Ex-Schützenkönig, schloss sich den Dankesworten seines Vorredners an, er vergaß auch die beiden Ehrendamen Julia und Claudia Rombach nicht, für ihren Einsatz zu würdigen. Die scheidende Alexandra Ruth bedankte sich für eine schöne Zeit, die sie als Jungschützenprinzessin verbringen durfte, darauf sei sie ganz besonders stolz. Dann waren ein paar Tränchen nicht zu übersehen.

Nun war es Zeit, die „Neuen“ in ihre Ämter einzuführen, mit den nötigen Insignien auszustatten. Diese Handlung vollzog Thorsten Cosler als zweiter Brudermeister. „Ich bitte Stephan Cosler und Karl-Heinz Linzenich zu mir“, bat er. Bürgermeister Jorma Klauss assistierte ihm bei der Umlegung der Schützenketten. „Stephan, Du hast es ganz toll gemacht, du bist in diesem Jahr vom Schülerprinz zum Jungschützenprinz aufgestiegen“, lobte Cosler. Zum Schützenkönig Karl-Heinz Linzenich gewandt sagte er: „Du, lieber Karl-Heinz, bekommst heute nach 45 Jahren wieder eine Königskette überreicht. Ich freue mich, dass Du in diesem Jahr unser König bist.“

Der neue König bedankte sich, ließ nicht unerwähnt, dass es ihm ein Herzenswunsch sei, wohlverdienten Mitglieder, die bereits die „80“ überschritten hätten, für ihren spontanen nimmermüden Einsatz ein Dankeschön auszusprechen. „Immer, wenn Not am Mann ist, stehen sie in der ersten Reihe und helfen“, schloss Karl-Heinz Linzenich. Zeit nun für die Live-Band „Enjoy“, die zum Ehrenwalzer aufspielte, bei dem sich zahlreiche Schützenpaare auf der Bühne einfanden und sich nicht zweimal bitten ließen. Allen voran die alten und neuen Majestäten.

Mehr von Aachener Nachrichten