Roetgen: Kammerorchester „Sempre rubato“ gastiert in Roetgen

Roetgen : Kammerorchester „Sempre rubato“ gastiert in Roetgen

In der evangelischen Kirche in Gemünd findet am Freitag, 3. August, um 19 Uhr und am Samstag, 4. August, um 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Hubertus in Roetgen ein Konzert des Ensembles „sempre rubato“ (übersetzt etwa: immer etwas unregelmäßig) statt.

Auf dem Programm stehen unter anderem Antonio Vivaldi (Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester op.3, Nr. 8), Robert Woodcock (Concerto Nr. 3 für Sopranblockflöte, Streicher und Basso Continuo) und Frederik Magle (Magnificat für Chor, Sopran und Orgel).

Der Sommer 2018 führt „sempre rubato“ so weit in den Westen, wie noch nie. Im Juli hatte man die Musiker und ihre Familien schon im Nabedi-Haus in Simmerath sehen können. Dort probten etwa 50 Musikerinnen und Musiker miteinander intensiv oder nutzen die Zeit zum Kochen, Spielen, Wandern und Nachdenken.

Der musikalische Schwerpunkt des Ensembles hat sich über die Jahre immer stärker vom Barock auch in jüngere Epochen bis in die Moderne diversifiziert. Im bevorstehenden Sommer wird der musikalische Schwerpunkt im Repertoire des 20. Jahrhunderts liegen.

Das Kammerorchester „sempre rubato“ entstand 1987 in der damaligen DDR. Es war eine Handvoll Enthusiasten aus der evangelischen Studentengemeinde, die im Sommer eine Woche lang zusammentrafen, tagsüber mit dem Fahrrad übers Land fuhren, abends in Kirchen für die örtliche Bevölkerung Werke des Barock musizierten und in Gemeindehäusern übernachteten. Heute treffen sich die Mitglieder, die inzwischen in allen Teilen Deutschlands wohnen, immer noch jeden Sommer, um miteinander für eine Woche zu proben und zu leben. Mit den Musikern, die heute unter anderem Pfarrer, Ingenieure und Buchbinder sind, reisen etwa 30 Kinder und Jugendliche mit. So ist aus „sempre rubato“ ein Mehrgenerationenprojekt geworden.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

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