Nordeifel: Kalterherberg behält Platz an der Sonne

Nordeifel: Kalterherberg behält Platz an der Sonne

Nur strahlende Gesichter gab es am Sonntagnachmittag beim SV Kalterherberg.

Dafür war die Enttäuschung beim TuS Mützenich umso größer, denn der hatte durch die 0:2-Heimniederlage gegen den Burtscheider TV die Chance verpasst, wieder den Anschluss nach ganz oben in der Aachener Kreisliga B4 zu finden.

Den Platz an der Sonne behaupteten aber die Kalterherberger durch einen 1:0-Sieg im Topspiel des Spieltages gegen den Tabellendritten Rasensport Brand. Drei Minuten vor Spielende erlöste Johannes Schmidt, mit dem Treffer zum 1:0 den trotz Sonnenschein zitternden Anhang.

„Es war schon ein glücklicher Sieg, für den wir uns in erster Linie bei unserem Torwart Rene Lambertz bedanken müssen. Er hat uns in der zweiten Halbzeit mit fünf, sechs Glanzparaden im Spiel gehalten”, wusste Co-Trainer Jürgen Peters, dass seine Mannschaft mit Johannes Schmidt und Rene Lambertz gleich zwei „Matchwinner” hatte. Die Leistung der Schwarz-Roten ist umso höher zu bewerten, da sie auch im Topspiel auf ihre Leistungsträger Michael Theißen und Alex Mertens verletzungsbedingt verzichten mussten.

Ganz anders war die Stimmung nur ein paar Kilometer weiter in Mützenich. „Jetzt ist bei uns die Luft raus, denn mit dieser Niederlage haben wir uns vorläufig von ganz oben verabschiedet”, stellte TuS-Trainer Herbert Schillings nach der 0:2-Niederlage gegen den Burtscheider TV fest, dass der Zug Richtung Tabellenspitze ohne den TuS abgefahren ist.

Nach dem 0:1- Pausenrückstand hatten die „Vennkicker” für die zweite Halbzeit beste Vorsätze gefasst. Allerdings hieß es in der 48. Minute bereits 0:2 und damit waren auch diese Vorsätze dahin.

Gelungener Einstand

Einen gelungenen Einstand auf der Trainerbank von Hertha Strauch feierte Mohamed Zeroual mit dem 5:1-Erfolg gegen den TV Höfen. „Das war eine deutliche spielerische Steigerung. Wir haben gegen einen schwachen Gegner gut gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen”, freute der Straucher Obmann Benno Uhlein sich über die gelungene Premiere des neuen Hertha-Trainers.

Mit einem verwandelten Freistoß hatte Mario Esch die Führung besorgt. Die bauten Jens Karbig und Sascha Joepgen bis zur 23. Minute auf 3:0 aus. Jens Breuer erzielte kurz vor dem Seitenwechsel noch das 4:0. Mit seinem zweiten Treffer besorgte Joepgen das 5:0. Erst danach kamen die stark ersatzgeschwächten Höfener zum Ehrentreffer durch Dominik Mertens.

„Wir mussten acht Spieler ersetzen, dass können wir nicht kompensieren. Die Mannschaft hat gut gekämpft, aber mehr ist in unserer momentanen personellen Situation auch nicht möglich”, klagte Obmann Dirk Hammes nach der fünften Niederlage in Folge.

Zumindest einen Punkt verschenkte die Zweite des FC Roetgen bei der 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger FV Vaalserquartier III, der erst in der Nachspielzeit zum spielentscheidenden Treffer kam. „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, denn in der ersten Halbzeit hatten wir alles im Griff und hätten ein Tor machen müssen”, ärgerte Roetgens Trainer Erich Bonkowski sich über einige ausgelassene Tormöglichkeiten in Halbzeit eins. Nachdem er schon dreimal gewechselt hatte, verletzte sich Angreifer Erhard Balint, so dass die Roetgener in der Endphase in Unterzahl spielen mussten.

Eine unnötige 1:2-Niederlage kassierte die SG Kesternich/Rurberg bei Inde Hahn II. Nach torloser ersten Halbzeit gingen die Gastgeber in Führung. Die konnte Erik Breuer zwar noch egalisieren, jedoch kreierten die Grün-Weißen danach kaum noch Torchancen. „Vielleicht wäre ein Unentschieden gerechter gewesen, aber es war ein ganz schlechtes Spiel. Wenn man in den letzten sieben Wochen aber nur ein Spiel verloren hat, muss ich der Mannschaft auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen”, nahm SG -Trainer Lars Jacobs seine Truppe in Schutz und die Niederlage gelassen.

Mehr erwartet als eine 0:3-Niederlage bei Blau-Weiß Aachen- Burtscheid hatte der Trainer der Rotter Zweitvertretung, Tim Ziemons. Sein Team war zwar über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner und hatte auch im Abschluss Pech, als Daniel Grosvarlet mit einem „Kunstschuss” beide Pfosten traf, jedoch vermisste der Coach letztendlich die richtige Einstellung. „Wenn wir auf der Asche spielen, dann zeigen wir einfach zu wenig Biss”.

Desolate Vorstellung

„Wenn du nicht kämpfen willst und kein Herz und keinen Willen zeigst, dann hast du in dieser Liga nichts verloren”, schimpfte der Trainer der Schmidter Zweitvertretung, Bekir Celik, nach der 0:1-Niederlage gegen die SG Rurtal. „Das war wahrscheinlich das schlechteste Fußballspiel, was ich je in meinem Leben gesehen habe. Wer so schlecht spielt, der muss sich nicht wundern, wenn er absteigt”, kritisierte er seine Mannschaft nach der desolaten Vorstellung ziemlich heftig und ging mit ihr auf Konfrontationskurs.

Nachholspiele am Samstag

Weil am Totensonntag spielfrei ist, sind für am Samstag nur zwei Nachholspiele angesetzt. Um 14 Uhr stellt sich bei Hertha Strauch der Tabellendritte, Aufsteiger Borussia Brand II, vor. Im Hinspiel kassierten die Straucher eine deftige 0:7-Niederlage, dafür will man sich nun rehabilitieren. Da die Brander am vergangenen Spieltag eine 3:8-Niederlage bei Hertha Walheim III hinnehmen mussten, scheint eine Überraschung durch die Straucher nicht ausgeschlossen.

Um 16 Uhr geht in Höfen das absolute Kellerduell über die Bühne. Der Tabellenvorletzte erwartet den Letzten. Trotz aller personellen Probleme ist ein Sieg für die Höfener beinah schon allerhöchste Pflicht.