Julian Jacobs, Erik Hofmann und Patrick Pütz forschen auch an der RWTH

Kesternicher Gymnasiasten überzeugen Jury : Mit Güllepellets zum ersten Platz bei „Jugend forscht“

Was lange währt, wird endlich gut. Unter diesem Motto führten die Kesternicher Schüler Julian Jacobs und Erik Hofmann gemeinsam mit Patrick Pütz aus Kall ihr Forschungsprojekt aus dem Vorjahr fort und erreichten am Freitag den ersten Platz im Regionalwettbewerb Köln/Bonn von „Jugend forscht“.

Auch bei ihrer dritten Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ befassten sich die drei Schüler des Clara-Fey-Gymnasiums sowie ihr Projektbetreuer und AG-Lehrer Niclas Jansen aus Eicherscheid mit dem Thema „Güllepellets – der Energieträger der Zukunft?!“. Nachdem sie im letzten Jahr auf das Problem von zu viel Gülle im Nährstoffkreislauf hingewiesen hatten und nach ersten Lösungen forschten, präsentierten sie nun einen ihrer Lösungsansätze.

Während ihrer Forschertätigkeit analysierten sie im Rahmen eines Labortages am Institut für Technologie der Energierohstoffe an der RWTH Aachen ihre Güllepellets in Bezug auf Heizwert, Asche-Schmelzverhalten, Chlorgehalt und flüchtige Gase. Im Anschluss verglichen sie ihre Werte mit herkömmlichen Pellets aus Holz oder Stroh und hielten ihre Ergebnisse in einer 14-seitigen Facharbeit fest.

Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ an der Universität Bonn umfasste 35 Projekte mit über 70 Teilnehmern in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Dafür erstellten auch die drei Eifeler Schüler einen informativen Stand und bereiteten ihren Vortrag für die Fachjury vor. Im Wettbewerbsverlauf präsentierten sie ihre Idee mehrmals unterschiedlichen Jurys. Anschließend standen sie den Besuchern der öffentlichen Ausstellung der Projekte Rede und Antwort.

Nach dem Sonderpreis des Umweltministeriums NRW im Vorjahr erreichten die Schüler in diesem Jahr den ersten Platz im Bereich Chemie und erhielten ein Preisgeld. Damit qualifizierten sich die Jungforscher erstmalig für den Landeswettbewerb Anfang April in Leverkusen. Verbunden ist diese Qualifikation mit der Einladung zu einem dreitägigen Workshop bei der Bayer AG. Bis dahin gilt: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb – und: weiter forschen!