Nordeifel: Jordi Bongard aus Konzen verpasst verletzt die U17-EM

Nordeifel: Jordi Bongard aus Konzen verpasst verletzt die U17-EM

Riesengroß war die Enttäuschung für den Konzener Jordi Bongard, dass er nicht mit konnte zur U17-Fußball-Europameisterschaft, die aktuell in England vom 4. bis 20. Mai ausgetragen wird. Der Innenverteidiger der U17 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hatte schon die Einladung vom DFB in Händen, dann zog er sich leider beim Training in Mönchengladbach eine Adduktorenzerrung zu.

Schweren Herzens musste der Youngster, der sich gerne mit den besten U17-Spielern Europas gemessen hätte, DFB Trainer Michael Prus eine Absage erteilen.

Leider verlief die Euro 2018 für die deutschen U17-Kicker nicht wie geplant, die Nachwuchskicker überstanden die Vorrunde nicht. Den Nachwuchs des Fußballweltmeisters hatte man mindestens im Halbfinale erwartet. Direkt im ersten Spiel kassierten die Jungs mit dem Bundesadler auf der Brust eine 0:3-Niederlage gegen die Niederlande.

Durch den 3:0-Sieg am zweiten Spieltag gegen Serbien hätte den DFB-Bubis am letzten Spieltag gegen Spanien ein Unentschieden gereicht, um ins Viertelfinale zu kommen. Am Ende kassierten sie eine 1:5-Niederlage gegen die Spanier und mussten nach der Vorrunde schon die Koffer für die Heimreise packen.

Koffer packen hieß es zum Jahresbeginn auch für Jordi Bongard, der Mitte Januar einen Platz im Internat des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach erhielt und nun nur noch selten in der Nordeifel anzutreffen ist. Der Konzener Jung zählt zu den Talenten des Bundesligisten, die einen Platz im Jugendinternat der Fohlen im Borussia-Park bekommen haben.

Bis zu zwölf Jugendspieler der Borussia haben in Einzelzimmern auf der zweiten Etage im Stadion eine neue Heimat gefunden. Um die Kabinen des Borussia-Parks zu erreichen braucht Jordi Bongard keinen Fuß vor die Tür zu setzen. Da auch die zeitintensiven Fahrten zwischen Konzen und Mönchengladbach ausfallen, bleibt für den Nachwuchskicker auch mehr Zeit für die Schule.

Wie es dem talentierten Kicker aus der Nordeifel im Borussia Internat gefällt, und wie er das Abschneiden der U17-Nationalmannschaft fand, sagte er unserer Zeitung:

Wie gefällt es dir im Jugendinternat der Borussia?

Bongard: Der Internatsplatz ermöglicht mir, durch die wegfallenden Fahrzeiten mehr Zeit zu trainieren und mehr Zeit zum Lernen für die Schule. Weg von meiner Familie und meinen Freunden aus der Heimat zu leben, ist sicherlich nicht schön. Ich vermisse auch diesen ständigen Kontakt zu den Leuten im normalen Alltag. Telefonieren oder schreiben ist nicht das Gleiche, wie der persönliche Kontakt. Mir wird es hier aber dennoch durch die Leute vor Ort sehr leicht gemacht, und ich genieße auch die Zeit mit meinen Mitbewohnern, die mittlerweile zu Freunden geworden sind.

Und am Wochenende bist du in Konzen bei deinen Eltern und Freunden?

Bongard: Ja, die Zeit zu Hause genieße ich natürlich sehr bei meiner Familie und meinen Freunden. Speziell mit meinem besten Freund Max Schreiber unternehme ich dann viel. Aber auch mit meiner Familie.

Wie sieht ein ganz normaler Tag für dich aus?

Bongard: Aufstehen, Essen, Schule, Essen, Training, Essen, Schlafen. Fürs Frühstück und Abendbrot sorgt unsere Hausmutter Birgitt Lintjens, die immer für uns da ist. Mittags bekommen wir an der Borussia-Sportbar unser Essen. An manchen Tagen geht es nachmittags noch in die vom Verein bereitgestellte Nachhilfe, die wir nutzen müssen.

Wie sieht es mit deiner Verletzung aus, ab wann kannst du wieder für die Borussia spielen?

Bongard: Es wird stetig besser, und ich hoffe, dass ich zum Ende der jetzigen Saison noch die letzten Spiele bestreiten und dann natürlich für die nächste Saison wieder alles geben kann.

Was war mit deinen Mitspielern aus München, Leipzig, Dortmund, Köln oder Hoffenheim bei der Europameisterschaft los?

Bongard: Das ist natürlich sehr schade, dass wir so früh ausgeschieden sind. Die Jungs hatten in den Spielen gegen Holland und Spanien nicht ihren besten Tag erwischt. Wir haben vorher in Testspielen gegen Holland gespielt und kein Spiel verloren. Überraschenderweise waren wir jetzt in der Europameisterschaft klar unterlegen.

Fühlst du dich als Gewinner, weil du bei der Euro 2018 nicht dabei warst?

Bongard: Nein natürlich nicht. Ob es mit mir besser gelaufen wäre, ist spekulativ. Ich hätte natürlich gerne mitgespielt und der Mannschaft geholfen. Aber so ist das im Fußball, Verletzungen gehören dazu.

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