Kesternich: Jeck im Juli: Jubiläumsabend der KG Kesternich

Kesternich : Jeck im Juli: Jubiläumsabend der KG Kesternich

Das Festzelt bebte, 700 Feierlustige waren von Anfang bis Ende begeistert und alle angekündigten Stars der Kölner Karnevalsszene hatten den Weg nach Kesternich gefunden. Ein großes karnevalistisches Event fand am Samstagabend anlässlich des 66-jährigen Jubiläums der KG Kester Lehmschwalbe im schmucken Festzelt auf dem Gelände des Sport- und Kulturzentrums neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus statt.

Nicht nur der Vorsitzende Rolf Schneider strahlte angesichts der Kulisse bei der Begrüßung wie ein Sonnenkönig. Auch der Schirmherr der Festivität, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, lobte die KG für ihr karnevalistisches Engagement, bevor an diesem Abend im Gegensatz zu sonstigen Veranstaltungen für Rolf Schneider Pause angesagt war, da Dirk Nüssem danach durch das Programm führte.

Karnevalsprominenz unter sich: Prinz und KG-Programmgestalter Guido Lennartz (li.) mit Marc Metzger. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Als Eisbrecher präsentierte sich dabei die Showtanzgruppe „Fireworks“ mit einem eigens für das Jubiläum einstudierten Tanz, wobei die Kesternicher Mädels einmal mehr zeigten, über welch großes Potenzial sie verfügen.

Danach der erste Knaller, wobei sich in den vorderen Zeltreihen alle darüber im Klaren waren, dass man sich nun nicht von seinem Platz bewegen sollte. In solchen Fällen ist Marc Metzger dafür bekannt, die Betreffenden sofort aufs Korn zu nehmen. Metzger glänzte in gewohnter rhetorischer Stärke und seiner bekannten Schlagfertigkeit. Zur allgemeinen Freude bekannte er gleich, dass er gerne in die Eifel komme, wenn nur nicht die Anfahrt über Schmidt und Nideggen wäre. Auch wenn an diesem Abend die nahezu obligatorische Begrüßung fehlte („Das ist das schönste Zelt, das ich je gesehen habe“), wälzten sich die Besucher in seinen Ausführungen zum „Doppel-/Zwillingspferd“. Allein für den Mann im karierten Outfit hatte sich das Kommen gelohnt.

Danach war die Bühne leer, da die Protagonisten sich im Zelt unter den Besuchern auf den Tischen präsentierten. Die „Jungen Trompeter“ bliesen zum Angriff auf die Feierlustigen und begeisterten einmal mehr das Publikum. Die Brüder Markus und Peter Rey fesselten auch in Kesternich mit ihren Trompetenklängen das Publikum und heizten die Stimmung mächtig an. Auch bei diesem Programmpunkt war eine Zugabe fällig, bevor Tanzmariechen Daphne Isaac mit einem schönen Tanz über die Bühne wirbelte, für den es viel Beifall gab.

Domstürmer und Klüngelköpp

Mit Martin Schopps betrat hiernach ein Lehrer die Bühne. Der Sohn des legendären Rumpelstilzchens, der in der imaginären Bütt im Gegensatz zu Anderen nicht das Breitschwert, sondern das rhetorische Florett führt, war ein weiterer Höhepunkt des Abends, bei dem das Thema Schule natürlich dominierte. „Chapeau, Herr Schopps“ musste man am Ende voller Respekt sagen.

Hiernach bebte das Zelt. Die „Domstürmer“ kamen und begeisterten vor allem die weibliche Klientel. Frontmann Micky Nauber und seine Crew brannten mit ihren bekannten Hits ein musikalisches Feuerwerk ab. Allgemeiner Freudentaumel, als die Band am Ende die „Macher“ des Vereins auf die Bühne bat und mit ihnen zusammen das Zelt abrockte. Den Schlusspunkt des Jubiläumsabends setzen kurz vor Mitternacht dann die „Klüngelköpp“, die den Feierfreudigen die letzten Kraftreserven entlockten, bevor im Zelt noch lange gefeiert wurde.

(ho)
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