Jahreshauptversammlung beim SC Komet Steckenborn

SC Komet Steckenborn : Auch ohne Fußball gut aufgestellt

Gut aufgestellt und sportlich enorm vielseitig hat sich der SC Komet Steckenborn 1948 bei seiner Jahreshauptversammlung präsentiert.

Daran änderte auch nichts die einschneidende Veränderung in der Vereinsgeschichte, dass der traditionsreiche Club in der vergangenen Saison, ausgerechnet im 70. Jahr seines Bestehens, Abschied von einer eigenständigen Fußballabteilung nehmen musste.

Der später wiedergewählte Komet-Vorsitzende Dirk Löhr begrüßte in der Vereinsgaststätte Stollenwerk gut 50 Vertreter des insgesamt 385 Mitglieder starken Vereins (darunter 99 Jugendliche). In ihrer Jahresbilanz blickte Geschäftsführerin Gabi Breuer auf eine arbeitsreiche und abwechslungsreiche Zeit zurück.

Die vorgestellte Bandbreite des sportlichen Angebotes setzte sich auch in den Abteilungsberichten der jeweils Verantwortlichen fort. Freie Entfaltung hat Priorität in der Kinderturngruppe. Catrin Löhr berichtete, dass durch Spaß und Bewegung Koordination, Motorik und Kondition bei den rund 20 Kindern zwischen vier und acht Jahren gefördert werden soll.

Von vielen Highlights im vergangenen Jahr wusste Gaby Löhr in ihrem Bericht über die Jugendfußball-Aktivitäten im SV Nordeifel zu berichten. Die C-Junioren errangen 2018 den Meistertitel im Fußballkreis Aachen. Noch besser in Erinnerung aber blieb die einwöchige und inzwischen vierte Tour der Nachwuchsfußballer nach Barcelona zum Costa Brava-Cup, wo man erfolgreich an einem internationalen Turnier teilnahm. Die B-Junioren des SV Nordeifel rückten in die Sonderliga auf, und alle anderen Mannschaften kämpfen um vordere Plätze in den Kreisligen. Im September startete der SV mit insgesamt zehn Mannschaften in die inzwischen sechste Saison der Spielgemeinschaft.

Erfreuliches wusste auch Nina Nießen von der Volleyballjugend (U13 und U14) zu berichten. Vor allem der emotional mitreißende Sieg gegen Tabellenführer SV Würselen lebte im Rückblick noch einmal auf. Volleyball besitzt beim SC Komet Steckenborn seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert, und die seit September bestehende neue U13-Mannschaft setzt diesen Trend fort. Gut im Geschäft sind auch die A-Jugend-Volleyballerinnen, wie Gudrun Greuel berichtete. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der vergangenen Saison ist der Titel auch diesmal wieder greifbar nahe. Aufwärts geht es auch bei den Volleyballdamen, berichtete Ralf Strauch. Dank Verstärkung vom TuS Lammersdorf konnte die Spielgemeinschaft Steckenborn/Strauch gleich zwei Teams in der Bezirksklasse melden. Das Ziel der ersten Mannschaft, in die Bezirksliga aufzusteigen, erreichte man bereits am 17. Februar vorzeitig mit einem Sieg über Mitkonkurrent Marmagen.

Eine feste Größe im Verein sind auch die Turnfrauen, die sich seit vielen Jahren unter Leitung von Helga Löhr mit Gymnastik und Ballspielen fit halten, aber auch darüber hinaus viele gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm haben. Vielseitiges Ganzkörpertraining steht bei der Fitness-Frauengruppe im Fokus. Zwölf Frauen gehören der Gruppe an, über deren Aktivitäten Lisa Nießen berichtete. Das Training sei für alle Altersgruppen geeignet.

Seit Mai 2018 geht die neu gegründete Wandergruppe des SC Komet einmal monatlich auf Tour. Wolfgang Walther lud weitere Teilnehmer ein, die Landschaft der Nordeifel gemeinsam zu erkunden.

Höchst erfolgreich ist auch die Komet-Laufabteilung unterwegs. Von 43 Mitgliedern sind 33 aktiv auf der Strecke, wie Stefan Winter berichtete. Besondere Erwähnung fand, dass Vorsitzender Dirk Löhr mit 43 Teilnahmen führender Aktivposten beim wöchentlichen Lauftreff im vergangenen Jahr war. Bei zahlreichen Laufveranstaltungen, auch international, sah man die Komet-Farben, und die 33 Aktiven verzeichneten 2018 nicht weniger als 426 Starts. Folglich belegte die Gruppe in der Rur-Eifel-Cup-Wertung unter 36 Vereinen auch den dritten Platz in der Vereinswertung. In Läuferkreisen hoch angesehen sind auch die beiden Laufveranstaltungen des SC Komet. Bei „Enorm in Form Steckenborn“ waren es 338 Teilnehmer, beim herbstlichen Lichterlauf sogar 353. Der Lichterlauf mit seinem romantischen Ambiente wurde nunmehr zum sechsten Mal in Folge zum schönsten Lauf des Rur-Eifel-Cups gewählt.

Nicht ganz so rosig steht es um den Fußball beim SC Komet. Wolfgang Walther berichtete, dass die erste Mannschaft in der Saison 2017/18 in der Kreisliga C nicht über den letzten Tabellenplatz hinausgekommen sei. Da man danach rasch erkannt habe, dass der Kader für einen geregelten Spielbetrieb zu instabil gewesen sei, habe man nur die Möglichkeit gesehen, sich dem SV Nordeifel anzuschließen. Acht Jahre nach dem Wiederaufbau sei damit der eigenständige Fußballbetrieb in Steckenborn endgültig eingestellt worden. In der neuen Umgebung läuft es wieder besser, denn zum Ende der Hinrunde bewegte sich das Team im oberen Mittelfeld.

Auch wenn der Spielbetrieb ein wenig holprig läuft, sind die Alten Herren eine verschworene Gemeinschaft, wie Leo Stollenwerk in seinem Bericht erkennen ließ. 44 Mitglieder, davon 17 Aktive, gehören der Abteilung an, die dennoch Schwierigkeiten hat, eine Siebener-Mannschaft zu stellen und daher nur auf drei Freundschaftsspiele im vergangenen Jahr kam.

Bei den gemeinsamen Ausfahrten gibt es diese Defizite nicht. Im September steht mit dem Besuch beim „Aktuellen Sportstudio“ in Mainz der Höhepunkte des Jahres bevor.

Überaus erfreulich fiel der Bericht von Kassierer Stephan Stollenwerk aus, und das galt auch für die anschließenden Neuwahlen zum Vorstand, bei denen Vorsitzender Dirk Löhr ebenso wie der Kassierer einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Bei der Vorschau auf das laufende Jahr standen die Kirmes (6. bis 8. Juli) , der Vereinswandertag (8. September) sowie die beiden Laufveranstaltungen (14. Juli und 12. Oktober) im Blickpunkt. Das Motto der Großkirmes, die der SC Komet mit dem Reit- und Fahrverein gemeinsam ausrichtet, lautet „Kirmes wie am Zuckerhut, tut uns Steckenbornern gut“. Auf Live-Musik, einen Oldtimertreff, eine Sambagruppe und brasilianisches Flair beim Kirmeszug dürfen sich die Besucher freuen. Mit Beifall wurde von den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung die Mitteilung des Vorsitzenden quittiert, dass man die Kirmes im Ortszentrum auf der Festwiese, gegenüber dem Vereinslokal, ausrichten werde.

(P.St.)
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