Jacob de Haan arbeitet mit Orchester in Monschau

Workshop mit dem Musikverein Hahn: Jacob de Haan arbeitet mit Orchester in Monschau

Samstagvormittag im St.-Michael-Gymnasium in Monschau. Musik liegt in der Luft. Blasmusik vom Feinsten, der Sound des in seinem Genre sehr bekannten niederländischen Komponisten und Dirigenten Jacob de Haan.

Er leitet einen Workshop in der Eifel, wo er mit dem Musikverein Hahn für dessen Konzert am 6. April in der Gesamtschule in Brand probt.

Der Niederländer Jacob de Haan ist einer der populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart. Es gibt kaum ein Konzert, bei dem seine bekannten Stücke nicht gespielt werden. Seine Blasorchestermusik umfasst überzeugende Konzertwerke in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Lehrmaterial für Anfänger und Märsche. Er hat auch Werke unter den Pseudonymen Dizzy Stratford, Ron Sebregts und Tony Jakobsky veröffentlicht. Zu den Highlights unter seinen Kompositionen gehören „Dakota“, „Crazy Music in the Air“, „Free World Fantasy“ und „Oregon“.

In Monschau paukt er dem Musikverein Hahn unter anderem seinen „Diogenes“ ein. Dieses Werk nimmt Bezug auf den griechischen Philosophen Diogenes von Sinope. De Haan geht engagiert zu Werke, hebt den Taktstock, der Klangkörper setzt ein. Stopp! Kurze Anweisungen, es geht weiter. Das Orchester ist begeistert.

„Wir lieben seine Werke“

Jana Luisa Breuer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Orchesters, sagt, dass der Musikverein seit Jahren schon immer wieder gerne nach Monschau komme, um sich hier für große Aufgaben vorzubereiten. Und: „Jacob de Haan ist seit Jahren unser Haus- und Hofkomponist, wir lieben seine Werke, spielen sie mit Begeisterung.“

Es sei das erste Mal, dass man diesen berühmten Komponisten live vor Ort habe. Das Gastspiel de Haans resultiere aus der Idee, dem Dirigenten des Orchesters, Jörg Carabin, ein besonderes Geschenk zu machen als Dankeschön für die geleistete Arbeit, besonders für die Teilnahme beim Wertungsspiel im Sauerland. „Er ist sicherlich nicht das letzte Mal bei uns“, sagt Breuer über de Haan. Und: „Natürlich sind wir alle sehr, sehr aufgeregt.“

Auf der Bühne geht es immer noch um „Diogenes“. Einsatz, Anweisungen, weiter. Pause! Jabob de Haan nimmt sich kurz Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten. Die Eifel kenne er, in Monschau sei er jedoch zum ersten Mal. Einladungen zu Workshops und Probenwochenende bekomme er aus der ganzen Welt, überwiegend aus Deutschland. „Ich bin bis zum Sommer ausgebucht, ständig unterwegs.“ Aber jeder Verein, der mit ihm proben möchte, könne sich gerne an ihn wenden und er werde sich sicher melden.

Und was sagt er zum Musikverein Hahn nach den ersten Erkenntnissen? „Sehr gut, eine große Besetzung, ein schöner Klang, alle Gruppen sind vom Niveau her gut einzustufen. Erfreulich viele junge Leute, die Qualität dürfte gut wachsen.“

(der)
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