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Kunst- und Kulturzentrum: Internationale Fotokunst zieht 32.000 Besucher an

Kunst- und Kulturzentrum : Internationale Fotokunst zieht 32.000 Besucher an

Die Zahlen stimmen, das Netzwerk wächst: Diese positive Bilanz zieht das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion zu Beginn der Winterpause. Rund 32.000 Menschen besuchten im Jahr 2018 das Ausstellungshaus in der Altstadt von Monschau.

Fünf Ausstellungen schärften das Profil des musealen Standorts weiter auf den Schwerpunkt Fotografie hin.

„Unseen“ mit Werken der Hollywood-Schauspielerin und Fotografin Jessica Lange eröffnete das Programm 2018. Spezial-Vorführungen zweier ihrer Filme im Aachener Apollo-Kino begleiteten die KuK-Präsentation. „Bilder aus einem vergangenen Land. Ostdeutsche Fotografie“ mit Werken von Sibylle Bergemann, Harald Hauswald, Bernd Heyden, Ute und Werner Mahler setzten den Ausstellungsreigen fort.

„Europäer“ mit Werken des legendären Magnum-Mitgründers Henri Cartier-Bresson, der ehrfurchtsvoll als „Auge des Jahrhunderts“ bezeichnet wird und Fotografie-Geschichte schrieb, war vom 17. Juni bis 16. September der Publikumsrenner. Insbesondere an Wochenenden war das Haus an der Rur voll mit Menschen.

Weniger populär, doch nicht weniger beachtet setzte die folgende Ausstellung „Pulsschlag Europa: European Youth“ Henri Cartier-Bressons Ansinnen thematisch fort. Die Gruppenausstellung wurzelte in einem gemeinsamen Projekt der Städteregion mit Magnum Photos (Paris), Spéos Photography School (London/Paris), Danish School of Media and Journalism (Aarhus) und der Hochschule Hannover, gefördert vom Land NRW.

30 Studierende stellten sich hierfür fotografisch Fragen wie: Was bewegt die heutige Jugend in Europa? Wie definiert sie überhaupt Jugend? Welche Rolle spielt dabei Nationalität oder Standort? Die leichtfüßigen, nachdenklichen, subversiven, spaßsuchenden, kontroversen und ehrgeizigen Antworten sind für alle, die die Ausstellung im KuK verpasst haben, noch bis Samstag, 26. Januar 2019, in einer Making of-Präsentation in der Alsdorfer Stadtbibliothek, Denkmalplatz 2 in Alsdorf, zu sehen.

Bis zur Winterpause rundete schließlich Max Scheler: „Von Konrad A. bis Jackie O.“ das Jahresprogramm im KuK ab. Auch diese Ausstellung, die 130 Fotografien des Bildjournalisten aus Deutschland, China und den USA zeigte, zog viel Publikum.

Dass Werke so großer Künstler in Monschau bei freiem Eintritt gezeigt werden werden können, ist vor allem den internationalen Netzwerken von Dr. Nina Mika-Helfmeier zu verdanken. Sie kuratiert und leitet sowohl das KuK als auch die Stabsstelle Kultur der Städteregion. „Resonanz, Rückmeldungen, aber auch wissenschaftliche Evaluationen untermauern, dass Fotografie als Schwerpunkt und Alleinstellungsmerkmal des KuK in der Region bestens angenommen wird“, sagt sie und freut sich über den großen Zuspruch. „Wir hoffen, diese Richtung in Zukunft noch gezielter mit der Entwicklung des KuK zu einem Fotografie-Forum fortsetzen zu können.“

Regionale Fotokünstler

Dazu trägt zweifelsohne auch das Projekt „SHIFT“ bei, dem derzeit 14 Kreative angehören, die das fotografische Potenzial in der Region sichtbar machen. Zehn jeweils dreiwöchige Kabinett-Präsentationen von SHIFT-Mitgliedern flankierten 2018 die großen Ausstellungen. 2019 soll eine Gruppenausstellung die SHIFT-Fotografen zusammenbringen. Mit Blick auf das Mauerfall-Jubiläum ist eine Fortsetzung der DDR-Ausstellung geplant. Zudem werden zwei große Namen mit Deutschland-Premieren im Fotografie-Ausstellungsreigen 2019 des KuK vertreten sein.

Interessierte können sich bereits den Termin der ersten Vernissage im neuen Jahr notieren: Sonntag, 17. Februar,  12 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02472/803194 und im Internet. (red)

www.kuk-monschau.de