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Nordeifel: In der Summe kommen weniger Touristen in die Eifel

Nordeifel : In der Summe kommen weniger Touristen in die Eifel

In der Nordeifel wurden im vergangenen Jahr 1132 weniger Gästeübernachtungen gezählt als noch im Jahr davor. „Schuld“ daran ist Monschau: 2015 haben dort 4955 weniger Gäste als im Vorjahr eine Nacht gebucht.

Roetgen und Simmerath dagegen haben mit 2575 beziehungsweise 1248 zusätzlichen Übernachtungen ein Plus zu verzeichnen. Die Zahlen gehen aus der Beherbergungsstatistik des Landesbetriebs Information und Technik NRW hervor.

„Der Rückgang ist insbesondere bei den Gästen aus den Niederlanden zu bemerken“, sagt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter (CDU), die auch die Geschäftsführerin der Monschau-Touristik ist. Die Übernachtungen von ausländischen Gästen gingen von 56.974 auf 53.317 zurück (- 6,4 Prozent). „Wir haben monatlich reflektiert, konnten den Rückgang aber nicht aufhalten.“ Zum Jahresende ist die Anzahl der Übernachtungen schließlich von 163.518 in 2014 auf 158.563 zurückgegangen; das ist ein Minus von drei Prozent. Im Vorjahr stand an selber Stelle ein Plus von 8,1 Prozent.

In der Datenbank erfasst werden jedoch nur Betriebe mit mindestens zehn Betten. Kleine Pensionen, die mitunter über das gesamte Jahr gut besucht werden, fallen somit aus der Wertung.

Ritter geht davon aus, dass der Landalpark in Heimbach die Statistik beeinflusst, und etliche Tagestouristen für die Nacht nach Heimbach weiterziehen würden.

Für das laufende Jahr setzt Ritter darauf, dass die Zahlen wieder eine positive Sprache sprechen werden — unter anderem mit Hilfe der Vennbahnroute. „Die Vennbahnroute ist jetzt besser vermarktet“, sagt Ritter, „wir sind gut vorbereitet und hoffen auf andere neue Gäste.“

In Simmerath stieg die Zahl der Übernachtungen auf den ersten Blick nicht nennenswert von 182.343 auf 183.591. Diese 0,7 Prozent Zuwachs sind für Astrid Joraschky, Geschäftsführerin der Rursee-Touristik, mit Blick auf die vergangenen Jahre nicht hoch genug einzuschätzen. „In der NRW-Eifel muss man feststellen“, sagt sie, „dass nur wenige Kommunen überhaupt ein Plus erwirtschaften.“ Dass der Zuwachs von 11,1 Prozent für den Vergleichszeitraum 2013 und 2014 auf ein nahezu marginales Plus gesunken ist, liegt laut Joraschky unter anderem an einer Hotelschließung in Einruhr. Die Übernachtungen von ausländischen Gästen gingen minimal von 53.746 auf 53.197 zurück. „Ich gehe aber optimistisch in diese Saison“, sagt Joraschky.

Bei der relativen Veränderung zum Vorjahr hat Roetgen den größten Zuwachs zu vermelden: 16,8 Prozent mehr Übernachtungen hat die kleinste Nordeifel-Kommune im Vergleich zu 2014 gezählt. Diese stiegen von 15.362 auf 17.937. In der letzten Statistik stand hingegen noch ein Minus von 13 Prozent.

(cro)