In acht Jahren wurden fast 1500 Kinder am Hargard und in Konzen betreut

Erfolgsgeschichte geht weiter : Ferienfreizeit in Monschau startet mit neuen Rekorden

Mit einem neuen Rekord ist die Ferienfreizeit Monschau zu Wochenbeginn in ihr neuntes Jahr gestartet. 65 Mädchen und Jungen genießen seit Montag das große Gelände und die vielseitigen Spielmöglichkeiten im Konzener Sportpark.

Damit schreibt der 2011 eigens für diesen Zweck gegründete Verein Ferienfreizeit Monschau e.V. weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Diese wurde kürzlich auch dem Monschauer Bildungsausschuss eindrucksvoll in Zahlen präsentiert. Ohne die 65 Teilnehmer in dieser Osterferienwoche wurden seit der ersten Maßnahme im Sommer 2011 sage und schreibe 1491 Mädchen und Jungen vom Vorschulalter bis zur 5. Klasse betreut – zunächst in und an der Jugendherberge Hargard, später dann in Konzen.

Mehr als die Hälfte der 1491 angemeldeten Kinder, nämlich 894 Mädchen und Jungen besuchten im jeweils laufenden Schuljahr die Offene Ganztagsbetreuung (OGS) in eine der Monschauer Grundschulen, und dies war und ist bis heute der Hintergrund dieser für viele Eltern segensreichen Maßnahme. „Denn das Ziel des Vereins ist die Sicherstellung einer Ganztagsferienbetreuung für Grund- und Vorschulkinder für mindestens die Hälfte der Ferien und damit die Schaffung einer zuverlässigen weiteren Säule im Monschauer Betreuungsbereich“, berichtete die Verwaltung dem Bildungsausschuss.

Aufgenommen werden grundsätzlich Kinder des 1.bis 4. Schuljahres, in Oster- und Herbstferien zusätzlich noch das 5. Schuljahr und in den Sommerferien auch Vorschulkinder. Da die Ferienfreizeit, wie erwähnt, als Ganztagsbetreuung konzipiert ist, genießen OGS-Kinder sowie Kinder aus dem Stadtgebiet Monschau Vorrang bei der Anmeldung.

Dies kam bei der Anmeldung für die derzeit laufende Osterferienbetreuung zum Tragen, weil insgesamt 75 Kinder dabei sein wollten. „Leider mussten wir zehn Kinder auf die Warteliste setzen, da wir die Teilnehmerzahl nicht weiter erhöhen konnten“, berichtete Britta Lambertz, die die Maßnahme seitens der Verwaltung begleitet.

Dies hängt in erster Linie mit dem Tagesausflug zusammen, den die Ferienfreizeit seit Sommer 2017 in jeder Betreuungswoche anbietet. Dabei fahren die Kinder beispielsweise ins Spieleland Bubenheim, zum Tierpark Aachen, zum Freizeitgelände und Abenteuerspielplatz Walheim oder wie diese Woche in den Tobepark nach Kall. „Da mit 65 Kindern der Bus voll ist, können wir leider nicht noch mehr Anmeldungen für die Betreuungswoche annehmen. Dann müssten wir ausgerechnet beim beliebten Ausflug Kinder zu Hause lassen“, sagt Marita Delvenne, der seit 2011 die pädagogische Leitung der Ferienfreizeit obliegt.

Die ausgebildete Sozialpädagogin hat mit Daniel Mertens einen zuverlässigen Stellvertreter und wird von einem Dutzend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt, die fast alle selbst als Kind die Ferienfreizeit erlebt haben.

Eine logistische Herausforderung in der laufenden Rekordwoche wurde erfolgreich bewältigt: „Wir haben hier im Sportpark wirklich viel Platz, aber können nicht gleichzeitig 65 Kinder plus Betreuer mit Mittagessen versorgen. Deshalb haben wir diese Woche erstmals in zwei Gruppen das Mittagessen eingenommen“, berichtet Marita Delvenne.

Die Betreuungs- und Verpflegungskosten wurden sozial gestaltet. Eine Ferienwoche kostet 35 Euro zuzüglich 25 Euro für Frühstück und Mittagessen; Geschwisterkinder erhalten eine entsprechende Ermäßigung. Darüber hinaus besteht für  finanzschwache Familien im Rahmen der Kooperation mit dem Verein Antoniusbrot e. V. die Möglichkeit, die Familien bei den Kosten der Verpflegung zu unterstützen. Weiterhin können auf Antrag die Kosten der Ferienfreizeit aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) erstattet werden, so dass das Angebot der Ferienbetreuung für alle Kinder der entsprechenden Altersstufen und aller Schulformen offensteht. In Absprache mit der pädagogischen Leitung werden auch Kinder mit Behinderungen aufgenommen.

 Die Ferienfreizeit ermöglichen auch bestehende Kooperationen mit dem TV Konzen, der für die Ferienfreizeit den Sportpark Konzen mit allen Einrichtungen zur Verfügung stellt, mit den OGS-Trägern, die sich an den Betreuungskosten der OGS-Kinder beteiligen und teilweise Materialien für die Ferienfreizeit zur Verfügung stellen, mit der städtischen Bücherei, mit dem Vennbad, wo die Kinder einmal je Betreuungswoche schwimmen fahren, sowie mit Vereinen.

Das breite Angebot an Spielmöglichkeiten unterstützt seit April 2017 das vereinseigene Spielmobil, das mit einer Hüpfburg, Einrädern, Hula-Hoop-Reifen, Skate- und Waveboards einschließlich Helmen und Knieschonern, Schwingtüchern, Tischtennisschlägern und -bällen, Rollbrettern, einer Slackline und vielem anderen bestückt ist.

Das Dank vieler Sponsoren angeschaffte Spielmobil wird während der Ferienfreizeiten ganztägig vom Förderverein Ferienfreizeit genutzt und außerhalb der Ferienfreizeit an Sponsoren, Privatpersonen und Institutionen verliehen. Mit 20 bis 25 Ausleihen im Jahr hat sich auch das Spielmobil sehr bewährt – neben seinem eigentlichen Zweck, nämlich der Bereicherung des Angebots für Kinder und Jugendliche der Ferienfreizeit.

(hes)
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