Roetgen: Immer wieder Remmidemmi: Fußweg wird gesperrt

Roetgen: Immer wieder Remmidemmi: Fußweg wird gesperrt

Von den zahlreichen Tagesordnungspunkten der ersten Roetgener Bauausschusssitzung nach der Sommerpause befassten sich die meisten mit dem neuen Wohngebiet Hackjansbend.

Die vier Straßen Hackjansbend, Am Kloster, In den Strüchen und Schnickersbend sowie ein Fußweg, der das Gebiet mit der Bundesstraße verbindet, waren vom Erschließungsträger an die Gemeinde übergeben worden und wurden jetzt mit der Klassifizierung „Gemeindestraße” für den öffentlichen Verkehr gewidmet.

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Endausbaus bleibe die Haftung für eventuelle Schäden beim Erschließungsträger, teilte Bauamtsleiter Hubert Pauls auf Anfrage einiger Ausschussmitglieder mit. Mit dem Ausbau solle mit zwei Wochen Verspätung nun in der 36. Kalenderwoche begonnen werden.

Ein weiterer Fußweg in diesem Bereich hat in letzter Zeit verstärkt für Ärger bei den Anliegern gesorgt, deren rückwärtige Gärten daran grenzen. Der im Bebauungsplan ursprünglich als Grünfläche ausgewiesene Weg entlang des Regenrückhaltebeckens verbindet die Straßen Am Kloster und In den Strüchen. Er war angelegt worden zum einen als Betriebsweg für das Regenrückhaltebecken, zum anderen aber auch in der guten Absicht, eine kurze fußläufige Verbindung zu den Geschäften und Bushaltestellen an der Bundesstraße zu schaffen.

Inzwischen wird dieser Weg als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt. Dabei kommt es immer wieder zu Ruhestörung und Vandalismus, die Grundstücke werden stark verschmutzt sowie Zäune und andere Anlagen beschädigt.

Dabei handele es sich nicht um Einzelfälle, betonte Bauamtsleiter Hubert Pauls. Nur durch den verstärkten Einsatz von Polizeistreifen konnte dem Treiben etwas Einhalt geboten werden. Auf Vorschlag der Verwaltung soll dieser Weg nun durch Tore für die öffentliche Benutzung gesperrt werden. Es stünden genügend weitere Wege in Richtung Bundesstraße zur Verfügung, an denen durch dichtere Bebauung eine größere Kontrolle gewährleistet sei.

Trotz grundsätzlicher Bedenken - man könne auf Dauer nicht alles abschließen - sahen die Ausschussmitglieder in diesem Einzelfall keine andere Möglichkeit, den Anliegern zu helfen als durch eine Sperrung des Weges, so dass dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt wurde.