Kesternich: Im fliegenden Teppich über Kesternich

Kesternich: Im fliegenden Teppich über Kesternich

Schöner hätte es für das diesjährige Prinzenpaar der KG Kester Lehmschwalbe, Guido und Beate Lennartz, nicht kommen können: Unter einem blauen Rosenmontagshimmel flogen die Tollitäten sozusagen auf Wolke sieben, oder entsprechend dem Sessionsmotto „Tausend und eine Nacht“ auf einem riesigen fliegenden Teppich über die Köpfe der zahlreichen Zuschauer entlang der Bundesstraße hinweg.

Und auch Kinderprinz Max II. strahlte kamellewerfend mit der Februarsonne um die Wette.

Das Motto „Tausend und eine Nacht“ des Kesternicher Prinzenpaares bot für die Zugteilnehmer viel Platz für Fantasie.

Ein Hauch von Frühling begleitete den prächtigen Zug, was auch daran lag, dass der Elferrat bereits bunte Primeln verteilte. Ansonsten hatten sich die meisten Gruppen ganz dem Prinzenmotto hingegeben, und entsprechend orientalisch bis hin zur echten Dönerbude reichte das Spektrum, aber auch das aktuelle Geschehen hat im Kesternicher Karneval immer seinen festen Platz.

Ganz in glasfaserblau: Originell umgesetzt wurde das Thema schnelles Internet für Kesternich.

„Bei dem Babyboom reicht der Platz nicht mehr“ jammerte eine Gruppe in Anspielung auf den neuen Kindergarten in der geschlossenen Schule, den man kurzerhand in „Kita Schwalbennest“ umgetauft hatte. Die Dorfkinder („stolz und aus gutem Holz“) definierten auf ihre Weise das Leben mit der Feststellung „Dorfleben ist... wenn man vom weitem hört, wer gleich vorbeigefahren kommt“.

Dem im Bau befindlichen neuen Dorfgemeinschaftshaus hat das Prinzenpaar schon seinen Stempel aufgedrückt. Das Gebäude präsentierte sich als orientalischer Vereinstempel. Auch zukunftsweisende Kommunikationstechnik war ein Thema im Zug: „Glasfaser fürs Schwalbenland, bald sind wir in der Welt bekannt“, hatte eine in den Farben des Anbieters passend blau geschminkte Gruppe originell und mit filigraner Bastelarbeit umgesetzt. Als wandelnde Glasfaserkabel gaben sie ein herrliches Bild ab.

Ein großes Thema war im von zahlreichen Musikkapellen begleiteten Zug auch das im Juli anstehenden 6x11-jährige Bestehen der Lehmschwalben. Mit einer vorgezogenen und ausgelassenen Geburtstagsparty wurden die Zuschauer bereits bestens eingestimmt. Haremsdamen und Scheichs präsentierten sich als Geburtstagsgäste. Am Schluss des Zuges gab es dann für die Zuschauer noch etwas auf die Ohren, denn die Gäste aus Schmidt mit ihrer Persiflage auf die Bundeswehr sorgten für einen nachhaltigen Ausklang des Zuges.

(P. St.)
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