Nordeifel: Ideenwettbewerb für die Gestaltung des „Jumonofel“-Jugendmobils

Nordeifel : Ideenwettbewerb für die Gestaltung des „Jumonofel“-Jugendmobils

„So Leute, jetzt wird´s bunt!“ Damit beginnt der Aufruf, einem tristen, weißen Sprinter, ein kreatives Design zu verpassen. Bei dem Sprinter handelt es sich um das „Jumonofel“, dem Jugendmobil für die Nordeifel. Innen laufen die Umbauarbeiten des Transportes bereits auf Hochtouren. Damit das Jugendmobil aber auch von weitem als solches zu erkennen ist, soll jetzt auch das äußere Erscheinungsbild angepasst werden.

Dafür haben die Verantwortlichen vom Jugendamt nun bis zum 30. Juni einen kleinen Wettbewerb ausgeschrieben: In Jugendeinrichtungen wie dem Jugendcafé in Simmerath, bei den Pfadis in Lammersdorf, im Jugendhaus Rott oder der Grenzlandjugend in Roetgen werden Blankovorlagen für die Gestaltung des Autos verteilt — genauso in weiterführenden Schulen in der Nordeifel.

Alle Kinder und Jugendlichen können auf den Vorlagen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. „Der Fantasie der Jugendlichen sind bei den Entwürfen keine Grenzen gesetzt: ob bunt oder einfarbig, gemalt, gezeichnet oder collagiert“, sagt Jugendpfleger Ralf Pauli vom Jumonofel-Team. Eine Jury, in der neben Erwachsenen auch Jugendliche sitzen werden, wählt dann einen Entwurf aus. Der ausgewählte Entwurf wird dann auf das Auto foliert.

Dass ein solcher Wettbewerb ausgerufen wird, stand schon seit Anfang des Projekts fest: „Das Jumonofel ist ein Beteiligungsprojekt von Anfang an. Deswegen macht kein Grafiker den Entwurf, sondern diejenigen, für die es da ist — auch die Gestaltung machen Jugendliche für Jugendliche. Der beste Entwurf wird mit den jungen Künstlern zusammen mit Profis so umgesetzt, dass er am Ende auf dem Jugendmobil zu sehen ist“, sagt Pauli.

Viel Platz für viel Vergnügen

Da der Wettbewerb noch sehr jung sei, würden dem Team noch keine Entwürfe vorliegen, „aber wir hoffen auf die Beteiligung von möglichst vielen Jugendlichen aus der Nordeifel“.

Das Jumonofel ist ein Projekt des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen. Nach der Fertigstellung sollen im großen Laderaum des Transporters Sitzgelegenheiten eingebaut werden, damit er auch bei schlechtem Wetter von ein paar Jugendlichen genutzt werden kann.

Es soll aber hauptsächlich Stauraum entstehen, damit Spiel- und Bastelmaterialien, eine Soundanlage, ein Generator für externen Strom, Bierzeltgarnituren, eine Kühlbox und allerlei Kleinkram verstaut werden können.

Die vorläufige Fertigstellung war für Mai geplant. Die wird sich aber etwas nach hinten verschieben: Aber dann soll das Jumonofel bei Freizeitaktionen dabei sein, Orte aufsuchen, wo sich Jugendliche gerne treffen, oder bei Veranstaltungen als Hingucker und Aktionsstand im Einsatz sein. Trotz der ganzen Planung weiß das Team aber auch: „In der Praxis wird sich zeigen, ob die Umsetzung gelungen ist, wo es klemmt oder was möglicherweise noch an Ausstattung fehlt. Auch da braucht es die Nutzer, die hilfreiche Tipps und Anregungen geben.“

Mit Unterstützung der EU

Das Projekt wird durch Gelder des europäischen Förderprogramms „Leader“ unterstützt. Denn: Die Eifel ist eine von 28 Leader-Regionen in NRW, die in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt wurden. Anfang 2015 stellte das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen zusammen mit dem Jugendamt des Kreises Euskirchen auf einem Regionalforum in Eicherscheid das Konzept für mobile Angebote der Offenen Jugendarbeit vor. Beide erhielten daraufhin den Zuschlag. Im Juli 2017 wurde für die Nordeifel dann das Fahrzeug bestellt, im November wurde es geliefert.

Unterstützt wird das Team des Jugendamtes auch von Oliver Schlamp vom Hofe aus Roetgen. Er ist ein selbstständiger Schreiner aus der Nordeifel und hilft hauptsächlich bei der praktischen Umsetzung des Umbaus.