Strauch: Hundebiss: Gemeinde Simmerath ermittelt gegen das „Frauchen”

Strauch: Hundebiss: Gemeinde Simmerath ermittelt gegen das „Frauchen”

Die Gemeinde Simmerath hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Hundehalterin eingeleitet, deren Vierbeiner vor einigen Tagen ein 18 Monate altes Kind in Strauch angefallen und gebissen hat. „Wir nehmen das Thema sehr ernst”, versicherte Bruno Wilden vom Ordnungsamt auf Anfrage.

Auch die Polizei, so deren Sprecher Michael Houba, prüft im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens, ob und in welcher Form sie Ermittlungen aufnehmen muss. Doch müsse es vor einer Entscheidung noch weitere Überprüfungen geben, so Houba weiter.

Das Prozedere sei unter anderem auch davon abhängig, ob sich das Ordnungsamt der Gemeinde Simmerath nach Abschluss seiner Recherchen unmittelbar an die Staatsanwaltschaft wende oder die Polizei zur Klärung weiterer Details einschalte.

Nach Auskunft der Pressestelle des Kreises Aachen kann die Gemeinde Simmerath einen Verhaltenstest des Tieres beantragen, über den ein Gutachten erstellt wird.

Der Hund müsse dafür einem unabhängigen Tierarzt und einem Veterinär des Kreises vorgeführt werden.

Wie berichtet, war am vergangenen Donnerstag ein 18 Monate alter Junge vor den Augen seiner Mutter und seines Großvaters in Strauch von einem Schäferhund oder Schäferhund-Mix, so die Einschätzung des Großvaters, angefallen und gebissen worden.

Es soll nicht die erste Aggression des Tieres gewesen sein. Die Bissspuren sind von einem Kinderarzt dokumentiert worden. Bei seiner Attacke hatte der Hund angeblich sein „Frauchen” zu Boden gerissen und an der Leine hinter sich her geschleift.

Der Vorfall hat in der Öffentlichkeit unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

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