Monschau: Hoffen auf das Ende der großen Baustellen in der Altstadt

Monschau : Hoffen auf das Ende der großen Baustellen in der Altstadt

„Es ist viel an Bewegung und Dynamik in Monschau vorhanden“, stellte Micha Kreitz fest. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Monschauer Stadtrat war zur Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Monschau-Altstadt gekommen. Im Haus Flora begrüßte die Vorsitzende, Heike Bäumler, die Parteimitglieder.

Es entwickelte sich ein lebhafter Informations- und Gedankenaustausch. „Alle Monschauer Themen interessieren uns“, betonte Heike Bäumler, „ob es sich um den Weihnachtsmarkt oder die Bauarbeiten in der Stadt handelt“.

Ortsvorsteher Georg Kaulen hatte eine Menge Informationen parat; er begann seinen Bericht mit der aktuellen Baustelle, die in der Altstadt täglich Gesprächsthema ist. Im Zuge der Kanalarbeiten habe man die Austraße auch für Fußgänger gesperrt, es sei „wirklich gefährlich“, sich den Bauarbeiten zu nähern, aber auch sehr interessant.

Die Baukolonne sei auf einen großen Felsen gestoßen. Und es ist sehr eng: „Der Bagger kann sich kaum drehen.“ Noch bis zum 3. Juni soll die Sperrung gelten, aber Georg Kaulen drückte klar seine Meinung aus, dass er es befürworte, die Bauarbeiten in der Austraße zügig abzuschließen und nicht zu unterbrechen, wie es vielleicht von einigen mit Rücksicht auf den Tourismus gewünscht würde. „Das muss jetzt durchgezogen werden.“

Margareta Ritter, Monschaus Bürgermeisterin, fügte hinzu, dass die Baustelle „eine extreme Belastung“ für die Anwohner und Geschäfte sei, und im nächsten Jahr stehe eine weitere große Herausforderung bevor, wenn die Pumpstation an Richters Eck gebaut werde und die Sanierungsarbeiten bis zum Burgau fortgesetzt werden müssten. „Wir müssen da jetzt durch, und ich glaube, dann werden wir 20 bis 30 Jahre Ruhe haben.“

Die Baustelle und die im Zusammenhang zurzeit laufende Ausstellung „Seltene Gäste“ von Eberhard Foest seien alles in allem eine gute Reklame für Monschau; immer wieder bleiben Touristen stehen und informieren sich. Noch bis zum 13. Mai bleibt die Ausstellung in Monschau.

Zur Baustelle im Rosenthal, wo aus dem ehemaligen RWE-Gebäude Ferienwohnungen werden sollen, konnten weder Georg Kaulen noch die Bürgermeisterin Konkretes sagen: „Bis jetzt haben nur Aufräumarbeiten stattgefunden; es liegt keine Baugenehmigung vor.“

Einsatz gegen Schlaglöcher

Die „Teerkolonne“ sei im Einsatz, berichtete Georg Kaulen, etliche Schlaglöcher seien bereits zugemacht worden. „Ich kenne sie alle“, sagte er. Zur viel diskutierten Situation auf der Eschbachstraße („Mühlchen“) meinte er, man werde beobachten, wie sich der Verkehr entwickele, nachdem jetzt der Burgring ohne Behinderung befahren werden kann.

In diesem Jahr wird es den Monschauer Weihnachtsmarkt an fünf Wochenenden geben; die Neuerungen, sowohl die Beleuchtung als auch die verbesserte Müllentsorgung, seien auf sehr positive Resonanz gestoßen, berichtete der Ortsvorsteher.

Lob für Rahmenberg-Initiative

Sehr lobte er die „Initiative Rahmenberg“; es sei den Hauptinitiatoren Bernd Maaßen und Hans Benno Kaulard gelungen, Mitstreiter zu finden, mittlerweile seien es über 20 Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Rahmenberg attraktiver zu machen. Mit viel Einsatz und Knochenarbeit wurde Dornengestrüpp entfernt, es wurden Mauern freigelegt und Zonen geschaffen, die von Ziegen und Schafen nun freigehalten werden sollen.

Noch ist der Abriss des Parkhauses Laufenstraße nicht beschlossen. Den Gerüchten wirkten Georg Kaulen und Margareta Ritter entgegen; im Bauausschuss werden demnächst Alternativen beraten, es dürfe später auf keinen Fall weniger Parkplätze geben.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Micha Kreitz, hat festgestellt: „Monschau hat meistens Projekte, die schwierig und teuer sind.“ Dabei werden immer Lösungen gesucht, die die Interessen der Bewohner und der Touristen berücksichtigen. „Wir müssen alles versuchen, um Leben in die Stadt zu bringen“, ist er überzeugt. Er dankte für die konstruktive Zusammenarbeit.

(ale)
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