Höfen: Höfen: Geheimdienst löst seinen Horchposten auf

Höfen: Höfen: Geheimdienst löst seinen Horchposten auf

Mindestens halb Höfen wusste angeblich, wozu die Antennen in der Nähe der Straße „Heidgen” am Ortsrand dienten, durfte aber nicht darüber sprechen. Auch 20 Jahre nach den Ende des Kalten Krieges sind ehemalige Mitarbeiter und deren Familien noch zu kollektivem Schweigen vergattert.

Aber eines ist kein Geheimnis mehr: Das Schild am Eingang mit dem Bundesadler und der Aufschrift „Bundesstelle für Fernmeldestatistik” war nur Tarnung. Unter dem Decknamen „Talsperre” betrieb der Bundesnachrichtendienst (BND) dort einen Horchposten.

Ganz so geheim scheint die Arbeit des Geheimdienstes dann aber doch nicht gewesen zu sein. Im Internet ist nämlich nachzulesen, dass der BND seine Ohren in Höfen gewaltig aufgesperrt hat. Zwar gibt es keine völlig gesicherten Erkenntnisse, doch sollen die Antennen zur Kontrolle des Nachrichtenverkehrs der diplomatischen Vertretungen in der früheren Bundeshauptstadt Bonn gedient haben.

Dass die meisten Antennen an der Westgrenze der Republik nach Osten gerichtet waren, ist hingegen keine prickelnde Neuigkeit. Nicht nur wegen Bonn weiter östlich machte das Sinn, viel weiter im Osten lauerte schließlich der Feind.

Neuerdings steht auf dem Gelände ein großer Kran, der Mast für Mast umlegt. Die Dienststelle wird aufgelöst. Die Zukunft der Immobilie ist unklar. Sie soll demnächst europaweit ausgeschrieben werden.

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