Roetgen: Historischen Befestigungsanlagen: Roetgener räumen Westwall auf

Roetgen : Historischen Befestigungsanlagen: Roetgener räumen Westwall auf

Am Donnerstagnachmittag stand für viele Roetgener feiern auf dem Plan, ganz anders amüsierten sich die freiwilligen Helfer des Heimat- und Geschichtsverein Roetgen, die mit den Aufräumungsarbeiten am Westwallgrundstück beschäftigt waren.

Ende des vergangenen Jahres hatte der HeuGeVe Roetgen das Westwallgrundstück, das Richtung Rott kurz vor dem Filterhaus der Dreilägerbachtalsperre liegt, gekauft. Der Verein möchte dieses Grundstück touristisch erschließen und an die historischen Fakten der Hökerlinie erinnern.

Um die rund 3000 Quadratmeter große historische Stätte im Laufe der Zeit wieder erlebbar zu machen, stehen zuerst einmal eine Menge Aufräumungsarbeiten auf dem Arbeitsplan des HeuGeVe Vorstandes. Die Bäume und Sträucher, die die Betonhöcker überwuchert haben, müssen zuerst einmal entfernt werden. Bei diesen Arbeiten steht der Verein etwas unter Zugzwang, da Bäume nur bis Ende Februar gefällt werden dürfen.

„Wir haben hier mit einigen freiwilligen Helfern schon über einhundertfünfzig Stunden verbracht um etwas Ordnung zu schaffen“, erklärte der 1. Vorsitzende des Vereins, Franz Schröder, der mit Geschäftsführer Rolf Wilden die Arbeiten koordiniert und mit ausführt. Franz Schröder ist zuversichtlich, dass der Verein bei der Aufräumaktion von der Gemeinde Roetgen unterstützt wird, denn mittlerweile haben sich zwei riesige Haufen Reisig angesammelt, die zu entsorgen sind.

Wenn die ersten Aufräumungsarbeiten abgeschlossen sind, wird der Kampfmittelräumdienst das Grundstück nochmals kontrollieren. Danach gehen die Arbeiten weiter, aber Franz Schröder weiß, dass noch ganz viel zu tun ist, ehe Besucher über einen Fuß und Radweg das Mahnmal des Zweiten Weltkrieges erreichen können und auf Erinnerungstafeln der zeitgeschichtliche Hintergrund der Panzersperren erläutert werden kann.

(kk)