Himmelsleiter. Ampel bei Relais Königsberg sorgt für Ärger

Bei Relais Königsberg: Ampel ist ein rotes Tuch für viele Autofahrer

Für Ärger bei vielen Pendlern sorgt weiterhin die am 29. Oktober bei Relais Königsberg aufgestellte Bedarfsampel, die den aus Richtung Rott kommenden Verkehrsteilnehmern das Linksabbiegen auf die Himmelsleiter (B258) erleichtern soll.

Hintergrund ist die Sperrung der Landesstraße 238 zwischen Rott und Roetgen bis voraussichtlich Mitte Februar wegen der Verlegung einer Gasleitung im Auftrag der Regionetz GmbH. Nun kommt es wegen der Ampel in den Stoßzeiten immer wieder zu Staus, und die Pendler aus der Nordeifel fragen sich, warum viele Autofahrer regelmäßig Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, um verhältnismäßig wenigen Verkehrsteilnehmern das Abbiegen zu ermöglichen. Auch ökologische Aspekte werden dabei ins Feld geführt, schließlich würden so deutlich mehr Abgase produziert.

Einen Tag nach der Aufstellung der Ampel hatte die Städteregion Aachen auf Anfrage erklärt, dass die Grünphasen für die Verkehrsteilnehmer auf der B258 angepasst und erheblich verlängert würden, um so die Wartezeiten zu verkürzen. Alle Eingaben würden gesammelt und täglich neu bewertet. Auf dieser Grundlage werde dann entschieden, ob es noch Verbesserungsbedarf gebe.

Auf erneute Nachfrage erklärt die Städteregion nun, dass die Signalzeiten der Ampel am Mittwoch noch einmal nachjustiert worden seien. „In die Optimierung sind Erfahrungen, Anregungen und Beobachtungen der letzten Tage eingeflossen. In der Hauptrichtung haben wir nun die Grünzeit weiter verlängert auf 120 Sekunden“, heißt es in der schriftlichen Antwort der Städteregion. Am Mittwoch sei dadurch auch noch ein „fast staufreier“ Abfluss aus Rott gewährleistet gewesen. Staufrei definiert die Behörde so, dass alle wartenden Pkw bei der ersten Grünphase durchkommen. „Damit haben wir für alle beteiligen Fahrbeziehungen ein gutes Ergebnis erzielt. Wir werden dieses dennoch weiter im Auge behalten“, schreibt die Städteregion. Auf die Ampel zu verzichten sei aber „insbesondere gegenüber dem ÖPNV, der an dieser Stelle links abbiegen muss, grob fahrlässig und unverantwortlich“.

(ag)
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