Nordeifel/Lammersdorf: Heimatkundler aus 20 Orten streben Arbeitsgemeinschaft an

Nordeifel/Lammersdorf: Heimatkundler aus 20 Orten streben Arbeitsgemeinschaft an

Auf Einladung von H. Jürgen Siebertz trafen sich jetzt 24 Heimatkundler aus 17 Dörfern der Region im Lammersdorfer Hof, um sich über die zukünftige Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft zu beraten. Lediglich aus einer Ortschaft war bereits im Vorfeld eine Absage zu diesem Treffen und einer ortsübergreifenden Zusammenarbeit eingegangen.

Engelbert Donnay aus Schmidt stellte zunächst wichtige Aspekte vor, die für eine Zusammenarbeit der Heimat- und Geschichtsvereine im Monschauer Land sprachen. Er machte deutlich, warum es notwendig sei, miteinander zu kooperieren, Daten auszutauschen und Informationen weiterzugeben. Donnay bezeichnete es als eine Selbstverständlichkeit, diese Dinge nicht stolz „im stillen Kämmerlein“ aufzubewahren, sondern andere daran teilhaben zu lassen.

Hiernach stellte Dr. Elmar Neuß aus Münster die Arbeit des Geschichtsvereins Monschauer Land dar. Er führte den Anwesenden die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Geschichtsvereins vor Augen. Er erklärte, dass der Geschichtsverein Monschau ein äußerst umfangreiches Archiv besitze, welches Interessenten für Auskünfte gerne zur Verfügung stehe. Auch er wies auf die Bedeutung einer Kooperation hin, wenngleich er auch die Meinung vertrat, dass ein neuer Verein mit all seinen Auflagen und Statuten wohl nicht der rechte Weg sei, zueinander zu finden. Diese Ansicht teilten auch alle anderen Teilnehmer des Abends.

Mögliche Aufgaben der Vereine

Manfred Huppertz aus Konzen hatte seinen Vortrag durch eine Powerpoint-Präsentation anschaulich dargestellt. Sein Thema befasste sich schwerpunktmäßig mit den Aufgaben von Heimatvereinen. Er ging besonders darauf ein, dass es in speziellen Fällen durchaus möglich sei, auf bestimmte politische Entscheidungen innerhalb einer Ortschaft Einfluss auszuüben und wies auf die Zunahme der Zahl der Heimatvereine hin. Er sagte aber auch ganz deutlich: „Es findet ein permanenter gesellschaftlicher Wandel statt, den man auch in den Dörfern feststellen kann.“

Alle Referenten machten in ihren Ausführungen deutlich, dass Heimatgeschichte und Dorfkultur keine „Pflege von antiquierten, verstaubten Themen“ seien, sondern lebendige Geschichte, die gerade jetzt ihre Daseinsberechtigung habe. Man habe deshalb mit Freude festgestellt, dass in zunehmendem Maße immer mehr junge Leute dem Gedanken nach Erhalt tradierter Kulturgüter zusprächen.

Inzwischen haben sich 20 Orte des Monschauer Landes der neuen Arbeitsgemeinschaft angeschlossen, nur ein Dorf erteilte eine Absage. Nach einer kurzen Pause, die der offenen Aussprache diente, wurde H. Jürgen Siebertz als Leiter der Arbeitsgemeinschaft vorgeschlagen, der die einstimmig getroffene Wahl auch annahm.

Gegenseitige Verlinkung

Siebertz brachte umgehend einige organisatorische Punkte zur Sprache. Er erklärte unter anderem, dass er dabei sei, eine Liste aller Bücher anzulegen, die in den einzelnen Ortschaften des Monschauer Landes bisher erschienen sind. Weitere Themen: Verlinkung schon bestehender Internetseiten innerhalb der AG. Ein Teilnehmer schlug die Schaffung einer eigenen Internetseite vor, die den Internet-Besucher bei der Eingabe des Wortes „Monschau“ auch auf die Internetseite der AG führen und von dort aus zu den einzelnen Dörfern leiten würde. Diese Idee soll weiter verfolgt werden.

(ho)