Hanseaten wollen eigenes Vereinsheim

Mitgliederversammlung : Hanseaten wollen eigenes Vereinsheim

Weiterhin vakant ist bei der Hansa-Gemeinschaft Simmerath der Posten des 2. Vorsitzenden. Nachdem Hermann-Josef Koll nach zwölfjähriger Tätigkeit im vorigen Jahr von diesem Posten zurücktrat, konnte trotz mehrfachem Appell des Vorsitzenden Ingo Braun auch auf der Mitgliederversammlung des Vereins in der Mensa der Sekundarschule kein Kandidat unter den rund 40 Anwesenden gefunden werden.

Braun bedauerte, dass sich von den fast 1000 Mitgliedern der Hansa niemand für das Amt zur Verfügung stellte. Ansonsten war auf der Mitgliederversammlung von dem breit aufgestellten Verein, der in zwei Jahren sein 100-jähriges Jubiläum feiert, nur Positives zu hören.

So wurde, laut Ingo Braun, zwischenzeitlich ein neunsitziger Bus angeschafft, den die Mitglieder aller Abteilungen nutzen können. Der fahrbare Untersatz wird durch Werbung finanziert. Großes hat man zudem in baulicher Hinsicht vor. Braun: „Wir sind mit Abstand der größte Verein in Simmerath, haben jedoch kein Vereinsheim.“ Die räumliche Problematik fange schon bei Vorstandssitzungen an. Da der gesamte Vorstand in den Räumlichkeiten in der Bickerather Straße im ehemaligen Raum der Schachabteilung nicht unterzubringen war, sei man dazu übergegangen, Sitzungen in einem Simmerather Hotel durchzuführen. Aufgrund der räumlichen Notlage habe der Vorstand dann in Sistig ein in Holzrahmenbauweise erstelltes Vereinsheim besichtigt. Diese Bauweise käme laut Braun auch für die Hansa in Frage, da man einzelne Gewerke in Eigenregie ausführen könnte.

Als Standort des geplanten repräsentativen Hansa-Vereinsheims ist ein Areal zwischen dem Simmbad und dem Kunstrasenplatz angedacht. Der dort befindliche Erdwall müsse dann weichen. Laut Braun könnte das Gebäude dann für Vorstands- und Abteilungssitzungen genutzt werden, aber auch für die Besucher von Fußballspielen oder für private Feste zur Verfügung stehen. Sollte zudem von Seiten der Simmerather Sonnenfunken Interesse an den Bauplänen bestehen, so signalisierte die Hansa Zustimmung zu einem gemeinsamen Vereinsheim. Die Mitglieder beauftragten auf der Versammlung einstimmig den Vorstand, in entsprechende Planungen einzusteigen und zur Klärung auch Gespräche mit der Gemeinde zu führen. Braun: „Wir werden dann natürlich auch zunächst einmal die Baukosten ermitteln, die Finanzierung nebst eventuellen Landeszuschüssen klären und uns auch schon mal nach Sponsoren umsehen.“

Wie immer auf Mitgliederversammlung der Hansa-Gemeinschaft lagen die Berichte der einzelnen Abteilungen nicht nur in einer umfangreich bebilderten Broschüre vor, sondern die Abteilungen stellten sich auch in Video-Clips vor. Dazu spielte das Jugendorchester des Vereins zwischen den einzelnen Beiträgen auf. Vorsitzender Braun, dem die Versammlung nebst den anderen Vorstandsmitgliedern einstimmig Entlastung erteilte, bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz. „Ehrenamt ist Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.“

Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde Simmerath, die den Verein in vielfältiger Weise unterstützte. Besonders hervor hob Ingo Braun das Hansa-Bauteam, „Die kreativen 8“. Braun dazu: „Es ist schon eine ganz besondere Leistung, was diese acht Rentner für die Hansa-Gemeinschaft leisten.“ 2018 hatte das Bauteam unter anderem damit begonnen, eine 17 Meter lange Zuschauerüberdachung am Sportplatz zu bauen. Von der Planung bis hin zur Ausführung wurde alles von der Rentnercrew ausgeführt. Braun: „Ich wünsche euch, dass ihr noch viele Jahre bei bester Gesundheit und mit viel Freude für die Hansa und die Allgemeinheit am Kunstrasenplatz arbeiten könnt.“

(ho)
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