Roetgen: Handballdamen des TV Roetgen müssen sich im Topspiel geschlagen geben

Roetgen : Handballdamen des TV Roetgen müssen sich im Topspiel geschlagen geben

Zum Topspiel der Handballdamen der Oberliga zwischen dem Tabellenzweiten TV Roetgen und dem Tabellenführer Westwacht Weiden war die Vereinssporthalle an der Roetgener Rosentalstraße am vergangenen Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. Leider verlief der Abend aber nicht wunschgemäß für die TV-Ladys und deren Anhang, denn sie kassierten eine deutliche 15:25-Niederlage.

Der Mannschaft von Westwacht Weiden, die in dieser Saison eine Ausnahmestellung in der Liga genießt, scheint nach dem klaren Erfolg beim ärgsten Konkurrenten Meisterschaft und Aufstieg nicht mehr zu nehmen, dafür ist auch das Leistungsgefälle in diesem Jahr in der Oberliga zu groß. „Weiden hat verdient gewonnen. Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler erlaubt und unsere Angriffe ganz schlecht abgeschlossen“, konstatierte Roetgens Coach Eric Ortmann, und er gab zu, dass die Roetgenerinnen zum Aufstieg nun schon ein kleines Wunder benötigen.

Die Gäste aus Weiden zeigten sich in Roetgen beim Torabschluss sehr effizient und führten nach acht Minuten schon 5:0. Anne Fischer konnte zwar auf 1:5 verkürzen, jedoch gingen in der 22. Minute die Köpfe der Roetgenerinnen endgültig nach ganz unten, denn da führten die Gäste 10:1. Nach der ersten halben Stunde nahm der Tabellenführer einen komfortablen 12:4-Vorsprung mit in die Kabine. Direkt nach Wiederbeginn konnte Laura Cosler zwar auf 5:12 verkürzen, aber die treffsicheren Gäste bauten umgehend ihre Führung auf 16:5 aus. Als die Begegnung dann schon längst entschieden war, sorgten Lisa Cosler und Laura Gilliam mit ihren Toren zum 14:23 und 15:23 noch für etwas Ergebniskosmetik.

Aufstieg abgehakt

„Die Abwehrleistung und die kämpferische Leistung waren in Ordnung, aber wir haben, wenn wir nicht komplett sind, ein Problem im Angriff“, benannte der Coach die Gründe für die deutliche Niederlage. Nach zwei Niederlagen in Folge und fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Westwacht Weiden können die Roetgenerinnen den Aufstieg getrost abhaken. Saisonziele können nun nur noch sein: Vizemeister werden und sich im April im Kreispokalendspiel gegen die Westwacht revanchieren.

Am Samstag stellt sich zur gewohnten Zeit (Anwurf 17.45 Uhr) in der Halle an der Rosentalstraße der Tabellenletzte, TV Strombach II, vor. Die Reserve des Nordrheinligisten ziert mit nur einem Saisonerfolg beinah schon abgeschlagen das Tabellenende der Oberliga. Eric Ortmann weiß, dass er die Favoritenrolle nicht ablehnen kann, er warnt aber: „Wir müssen auch in dieses Spiel konzentriert gehen und versuchen, den negativen Lauf zu beenden.“ Alles andere als ein Sieg der Roetgenerinnen, bei denen Sabine Schmal wieder zur Verfügung steht, wäre aber auch für den Coach eine dicke Überraschung. Im Spiel gegen den Tabellenletzten können die Roetgenerinnen auf die Unterstützung von Prinzessin Jenny und Prinz Stefan hoffen, denn die beiden haben mit ihrem närrischen Gefolge den Besuch in der Vereinshalle angekündigt.

Gegen Westwacht Weiden erzielten folgende Spielerinnen des TV Roetgen die Tore: Anne Fischer, Lisa und Laura Cosler (alle je 3), Yvonne Baltzer und Laura Gilliam (beide je 2), Eva Deutz und Inga Schüler (beide je 1).

Herren übernehmen rote Laterne

Gut sah es in dieser Saison nur selten für die 1. Herrenmannschaft des TV Roetgen aus, seit dem vergangenen Spieltag ist die tabellarische Situation vollends kritisch für die Rot-Gelben geworden. Im Abstiegsendspiel gegen den Birkesdorfer TV II kassierten sie eine 25:33-Niederlage und rutschten mit zwei Punkten Rückstand auf die Mitkonkurrenten ans Tabellenende der Kreisliga Aachen/Düren. Mit der Begegnung gegen den Gürzenicher TV starten die Roetgener am Samstag (Anwurf 19.45 Uhr) in die Rückrunde. Im Hinspiel kassierten sie eine 23:34-Niederlage. Trotz der Unterstützung des Prinzenpaares erscheint es fraglich, ob die Rot-Gelben sich für die Hinspielniederlage revanchieren können. Wobei jeder, der das TV Trikot trägt, weiß, dass es auf dem Weg zum Klassenerhalt schon zwei Minuten vor zwölf ist.

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