Halloween im Bauernmuseum in Lammersdorf

Gruselspaß : Gespenster erobern das Museum

Vampire, Hexen, Zauberer und andere furchterregend geschminkte Gestalten, die in jedem Gruselkabinett einen Ehrenplatz gefunden hätten, bevölkerten am Samstag das Lammersdorfer Bauernmuseum. Halloween war in und um das heimatkundliche Museum angesagt, und sowohl Erwachsene als auch Kinder hatten sich hierzu mit entsprechender Kostümierung eingefunden.

Die Festivität, die ihren Ursprung im katholischen Irland hat, später hauptsächlich in den USA gefeiert und zelebriert wurde und dann auch irgendwann in die Eifel schwappte, hat sich inzwischen auch in Lammersdorf als Veranstaltung fest etabliert. Mehr als 300 Besucher tummelten sich am Samstag drei Stunden lang um das heimatkundliche Museum. Auch wenn der legendäre irische Bösewicht Jack Oldfield in diesem Jahr erneut nicht mit Rübe nebst glühender Kohle in der einsetzenden Dunkelheit von Nebel umhüllt durch die Bahnhofstraße geisterte, war die Festivität des Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur einmal mehr ein Besuchermagnet.

Dabei schien der Andrang noch größer als in den Vorjahren, so dass die im Einsatz befindlichen Helfer des Heimatvereins alle Hände voll zu tun hatten. Schon lange vor Beginn des Spektakels stand in der ganzen Bahnhofstraße Auto an Auto, was kurzfristig zu Staus und Verkehrsbehinderungen führte. Vor dem Kassenhäuschen, wo Verzehrbons für die hungrigen Halloween-Gespenster ausgegeben wurden, kam es zu längeren Wartezeiten, die jedoch von den Besuchern in der teilweise 20 Meter langen Schlange geduldig ertragen wurde.

Die Gruselkammer übte auch in diesem Jahr wieder magische Anziehungskraft aus. Dafür war bei den kleinen Schreckgespenstern nach dem Durchqueren dieser Kammer des Schreckens letztlich die Begeisterung groß. Der achtjährige Sven aus Eicherscheid verkündete mit leuchtenden Augen begeistert: „Einfach nur Mega“, wobei sein Vater lächelnd die Augen verdrehte. Für die Halloween-Zielgruppe im Kindergartenalter stand dagegen das Schminken und Stockbrotbacken am Lagerfeuer ganz oben auf der Wunschliste.

Daneben wurden beim Halloween-Fest des Heimatvereins die Messer gewetzt – jedenfalls beim Kürbisschnitzen. Als hätten sie im Vorfeld einen Kurs bei der Volkshochschule besucht, zeigten die kleinen Künstler eine erstaunliche Fingerfertigkeit beim Gestalten der Kürbisse. Die Veranstalter hatten jede Menge davon im Angebot, so dass jedes der Halloween-Gespenster den Kürbissen schaurige Gesichter und Grimassen verpassen konnte.

Da auch für die Verköstigung der Erwachsenen bestens gesorgt war, waren am Ende alle Beteiligten zufrieden und sicherten ihr Kommen für das nächste Jahr zu. Dazu gehörten auch die Helfer des Heimatmuseum, die sich für die Veranstaltung in diesem Jahr spezielle T-Shirts zugelegt hatten. Vorsitzender Georg hielt mit erhobenem Daumen am Ende zufrieden fest: „Das machen wir im nächsten Jahr wieder.“

(ho)
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