Kalterherberg: Hahnenkönig: Neuer Würdenträger nach über 30 Runden

Kalterherberg: Hahnenkönig: Neuer Würdenträger nach über 30 Runden

Mit dem 154. Schlag wird Dirk Vormstein neuer Kalterherberger Hahnenkönig. Der Vereinsverbund und der Junggesellenverein Kalterherberg haben das Programm der Kirmestage wieder erfolgreich gestaltet. Die in den letzten Jahren eingeführten Veränderungen im Ablauf der Kirmestage haben sich bewährt.

Der Start in die Kirmestage fand am Dorfplatz statt. An den übrigen Festtagen spielte sich das Geschehen in und um die Vereinshalle ab. Jung und Alt waren wieder auf den Beinen, jeder um auf seine Weise die Kirmes zu feiern.

Der Junggesellenverein stellte am Freitagabend am Dorfplatz unter den Augen vieler Zuschauer den Kirmesbaum auf. Den Start in die Kirmestage feierten alle gemeinsam bis tief in die Nacht hinein. Mit dem Eröffnungsball ging es am Samstagabend in der Vereinshalle weiter. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Schützen.

Mit Musikverein und Trommler- und Pfeiferkorps zogen sie gemeinsam vom Pfarrzentrum zur Kirche. Im Anschluss an den Gottesdienst fand in der Kirche die Inthronisation der neuen Majestäten statt. Ortsvorsteher Norbert Rader und der Vorsitzende des Ortskartells, Karl Krüger, führten die neuen Würdenträger der Bruderschaft in ihre Ämter unter der Assistenz des früheren Pfarrers Schnitzler ein.

Den weiteren Verlauf des Königstages bestimmten Tanz und Musik in der Vereinshalle. Während die Schützen und ihr Gefolge in der Halle kräftig feierten, vergnügten sich die Kinder mit ihren Eltern auf dem Kirmesplatz vor der Halle. Montags stand nachmittags das traditionelle Hahneköppen auf dem Programm. Die Halle war wieder gut gefüllt als das Spektakel losging.

Das Trommler- und Pfeiferkorps begleitete die Einsätze der Kandidaten mit einem Trommelwirbel. Im Gegensatz zum Vorjahr zog sich die Entscheidung im Kampf um die Königswürde diesmal sehr lange hin. Der Hahn leistete in den ersten Runden erheblichen Widerstand. Es flogen schon mal ein paar Federn. Ansonsten zeigten die Schläge der Kandidaten zunächst kaum Wirkung.

Um die Nachfolge von Horst Marx bewarben sich vier Kandidaten. Uwe Sperling, Dirk Vormstein und Georg Leyendecker waren auch schon im letzten Jahr mit dabei. Der Vierte im Bunde, Helmut Breuer, war auch ein alter Bekannter. Vor vielen Jahren bewarb er sich erfolgreich um die Königswürde. Nach langer Abstinenz wollte er diesmal wieder im Kampf um die Hahnenkönigswürde mitmischen.

Ehrgeizige Bewerber

Unter den Kandidaten, die aus dem Vorjahr wieder antraten, hatte Georg Leyendecker die meisten Anläufe auf die Königswürde unternommen. Alle Bewerber gingen mit sehr viel Ehrgeiz in den Wettkampf. Erst nach über 30 Runden zeichnete sich allmählich eine Entscheidung ab. Der Hals des künstlichen Hahns wurde lang und länger. Mit jedem neuen Kandidatenaufruf konnte die Entscheidung fallen.

Das gelang mit dem 154. Schlag schließlich Dirk Vormstein. Er konnte sich mit Gattin Carmen von seinen Schützenbrüdern und der ganzen Gesellschaft in der Halle gebührend feiern lassen. In den Abendstunden begleitete ihn das Trommler- und Pfeiferkorps und sein Gefolge nach Hause. Mit dem Festzug am Dienstag gingen die Kirmestage in Kalterherberg zu Ende.

(fm)
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