Kalterherberg: Gummibärchen zum Abschied: Marlene Deutz verlässt Grundschule

Kalterherberg: Gummibärchen zum Abschied: Marlene Deutz verlässt Grundschule

Eine Mischung aus Heiterkeit, Erinnerung und Abschiedsstimmung herrschte Freitagvormittag an der Grundschule Kalterherberg. Im Proberaum des Musikvereins Kalterherberg hatten sich die Schulgemeinde und viele Gäste versammelt, um Abschied von einer verdienten Mitstreiterin im Lehrerkollegium zu nehmen.

Nach 43 Jahren im Schuldienst war am Freitag für Marlene Deutz der endgültige letzte Schultag gekommen. 23 Jahre ihres ausgefüllten Berufslebens lehrte die engagierte Pädagogin davon an der Grundschule Kalterherberg.

Ganz nah im Kreise der Kinder erlebte Marlene Deutz die liebevoll gestaltete Abschieds-Schulstunde mit Vorträgen der Kinder und Beiträgen des Kollegiums in gesungener und gereimter Form. „Probiers mal mit Gemütlichkeit”, empfahlen die Kollegen der neuen Ruheständlerin. Damit es aber in Höfen nicht zu ruhig wird, gaben ihr Kinder und Lehrer ein wenig Arbeit mit auf den Weg. Mehrere Obstbäume als Geschenk sollen langfristig an die schöne Schulzeit erinnern, oder wie Anja Joye es als Elternpflegschaftsvorsitzende es ausdrückte: „Jetzt kommt die Zeit des Erntens.”

Zuvor hatten Gertrud Faymonville als Schulleiterin des Standortes Mützenich-Kalterherberg und die Kinder auf die Feierstunde eingestimmt. Hilmar Weber, dem ehemaligen Leiter der Grundschule Kalterherberg und jahrzehntelangen Wegbegleiter war es vorbehalten, die Entlassungsurkunde zu überreichen. Weber versicherte der verdienten Kollegin, dass sie sich stets für die Belange und Bedürfnisse der Kinder eingesetzt haben. Verständnisvoll sei sie „den großen und kleinen Anliegen der Kinder” begegnet und habe auch stets deren Eigenheiten akzeptiert. Zudem sei sie den Eltern immer eine wertvolle Ratgeberin gewesen und habe Beständigkeit bewiesen in den vielen Phasen der Veränderungen des Schulwesens.

Für den Schulträger überbrachte Hermanns Mertens von als allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin die besten Wünsche der Stadt verbunden mit zwei Karten für die Monschau-Klassik.

Die Schüler überreichten mit viele Liebe gemalte Bilder und Pastor Karl Schnitzler versicherte, dass Marlene Deutz stets eine gute Kooperation mit der Pfarre St. Lambertus gepflegt habe.

In bester Erinnerung

Marlene Deutz war es dann vorbehalten, das letzte Wort in dieser Stunde des Abschieds zu sprechen. Ganz kurz begehrten die Kinder noch einmal auf als Marlene Deutz ankündigte, dass sie ihnen noch einmal Hausaufgaben mit auf den Weg geben müsse, die da lauteten: „Spielen, Lachen und Mama und Papa helfen.”

An dieser Aufgabe hatten die Kinder jedoch nichts auszusetzen, und so werden sie Marlene Deutz wohl in bester Erinnerung behalten, nicht zuletzt auch deshalb, weil es zum Abschied für alle Kinder noch eine dicke Tüte Gummibärchen gab.